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Zoll spülte 2025 rund 8,4 Mrd. Euro in die Staatskasse

Heute, 11:25 · Lesedauer 2 min

Das österreichische Zollamt hat im abgelaufenen Jahr 2025 Abgaben in Höhe von 8,364 Milliarden Euro aus verschiedenen Steuern und Zöllen eingenommen. "Wir haben insgesamt 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zoll und das zahlt sich auch für den Staatshaushalt aus", sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) bei der Präsentation der Zollbilanz am Montag.

Der Zoll stelle Umwelt- und Verbraucherschutz sicher und sorge für fairen Wettbewerb in Europa, sagte Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP). In Summe seien 6,8 Millionen Anmeldungen beim Zoll abgewickelt und dabei rund 177.500 Kontrollen durchgeführt worden, dazu kamen rund 366.000 mobile Kontrollen, 81.000 Kontrollen im Reiseverkehr und 7.700 Kontrollen im Bereich der Verbrauchssteuern. Eine deutliche Zunahme gab es bei den Betriebsprüfungen. Rund 630 Prüfungen brachten 2025 um 24,7 Mio. Euro mehr ein, das entsprach einem Plus von 74,5 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.

Der Zoll zieht dabei beispielsweise Suchtgift, illegale Arzneien, gefälschte Produkte oder Waren, die den österreichischen Sicherheits- oder Gesundheitsstandards nicht entsprechen, aus dem Verkehr. Auch lebende Tiere oder Pflanzen werden immer wieder illegal nach Österreich gebracht. Neben etwa 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten auch zwei Dutzend Hunde beim österreichischen Zoll.

Die eingenommenen Zölle in Höhe von etwa 300 Mio. Euro werden als Eigenmittel nach Brüssel überwiesen, erklärte die Zoll-Vorständin, Andrea Reuter, "das heißt 8,1 Milliarden Euro hat das Zollamt Österreich an nationalen Abgaben eingenommen".

Suchtgift, Medikamente, Zigaretten und lebende Tiere beschlagnahmt

Konkret wurden 2025 unter anderem 448 Kilogramm Suchtgift sichergestellt, wobei der Großteil auf Cannabis entfiel. Weiters wurden 392.000 Stück Arzneimittel eingezogen, darunter sowohl illegal eingeführte Medikamente als auch gefälschte oder verfälschte Arzneiwaren und Anabolika. Auch Tabakwaren sind eine beliebte Schmuggelware, das Zollamt beschlagnahmte im abgelaufenen Jahr rund 8,8 Millionen Zigaretten. Außerdem wurde versucht, 55 lebende Tiere, darunter sieben Warane aus Doha, illegal nach Österreich zu bringen. Im Bereich der Produktpiraterie wurden insgesamt 116.000 gefälschte Waren beschlagnahmt.

In einem besonderen Fall wurden im Jänner 2025 im Hafen Wien 120.000 Badeenten aus Kunststoff in zwei Containern aus China sichergestellt. Eine Laboruntersuchung zeigte, dass die Gummienten stark gesundheitsgefährdende Substanzen enthielten und nicht als Badespielzeug geeignet waren.

Zusammenfassung
  • Das österreichische Zollamt nahm 2025 insgesamt 8,364 Milliarden Euro ein, davon 8,1 Milliarden Euro als nationale Abgaben und rund 300 Millionen Euro als EU-Eigenmittel für Brüssel.
  • Mit 6,8 Millionen Anmeldungen und mehr als 632.000 Kontrollen, darunter 630 Betriebsprüfungen mit einem Einnahmenplus von 24,7 Millionen Euro, leistete der Zoll einen wichtigen Beitrag zum Staatshaushalt.
  • Im Jahr 2025 beschlagnahmte der Zoll unter anderem 448 Kilogramm Suchtgift, 392.000 Arzneimittel, 8,8 Millionen Zigaretten, 55 lebende Tiere und 116.000 gefälschte Waren, darunter auch 120.000 gesundheitsgefährdende Badeenten aus China.