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Zerstörtes Theater in Mariupol: Zivilisten haben offenbar überlebt

17. März 2022 · Lesedauer 2 min

Für besonderes Entsetzen sorgte der Bericht über die Bombardierung eines Theaters in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol, in dem Hunderte Zivilisten Zuflucht gesucht haben sollen. Kiew und Moskau machen sich gegenseitig für den Angriff verantwortlich.

In Mariupol soll laut Medienberichten ein Theater zerbombt worden sein. Für Entsetzten sorgte hier vor allem die Nachricht, dass sich in dem Gebäude Hunderte Zivilisten befunden haben sollen. Wie nun ein ukrainischer Parlamentsabgeordneter auf Facebook mitteilt, soll der Luftschutzkeller des Theaters intakt geblieben sein.  

"Nach einer schrecklichen Nacht der Ungewissheit am Morgen des 22. Kriegstages endlich gute Nachrichten aus Mariupol! Der Luftschutzbunker hat standgehalten", schrieb Serhij Taruta am Donnerstagvormittag auf Facebook. Mit dem Entfernen der Trümmer sei begonnen worden. "Die Menschen kommen lebend heraus!"

Angaben schwer zu überprüfen

Diese Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Das Gebäude war ukrainischen Angaben zufolge am Mittwoch angegriffen und weitgehend zerstört worden. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba spricht auf Twitter von einem "weiteren entsetzlichem Kriegsverbrechen". Das Gebäude sei bei einem "massivem Angriff" völlig zerstört wurden. Kuleba wirft den Russen vor, gewusst zu haben, dass sich darin Zivilisten befunden haben sollen. Russland bestreitet laut der russischen Nachrichtenagentur RIA den Angriff.

Behördenangaben zufolge hatten zum Zeitpunkt des Angriffs mehr als 1.000 Menschen in dem Theater Schutz gesucht.  Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" sprach von mindestens 500 Zivilisten

Quelle: Agenturen / Redaktion / pea