Österreichische Hagelversicherung VVaG

Zentimetergroße Hagelkörner: Schwere Unwetter in Salzburg

23. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Schwere Unwetter haben am Dienstagabend im Bundesland Salzburg zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Betroffen war vor allem der Flachgau.

Im Flachgau musste in Seekirchen (Bezirk Salzburg-Umgebung) der Schneepflug ausrücken, um die Straßen vom Hagel zu befreien, die Eiskugeln blockierten Unterführungen und Kanalsysteme. In der Gemeinde Thalgau wurde ein Hausdach abgedeckt. Immer wieder mussten Helfer und Feuerwehrleute Auspumparbeiten durchführen und entwurzelte Bäume beseitigen, wie das Landesfeuerwehrkommando mitteilte.

Im Flachgau waren unter anderem die Gemeinden Elixhausen, Hallwang, Henndorf und Neumarkt am Wallersee von Unwettern und Schäden betroffen. Zudem mussten die Einsatzkräfte drei Mal in der Stadt Salzburg und einmal im Tennengau ausrücken. Die Einsätze häuften sich, insgesamt mussten mit Stand vom Mittwoch in der Früh Feuerwehrmänner und -Frauen 152 mal ausrücken. 

Schwere Unwetterschäden durch Sturm und Hagel

Zentimetergroße Hagel-Bälle

Die teilweise mehrere Zentimeter großen Hagelkörner zerstörten Getreide- und Blumenfelder, beschädigten Autoscheiben, Dächer und Hausfassaden. Auf der Westbahnstrecke musste der Zugverkehr unterbrochen werden, nachdem umgestürzte Bäume die Oberleitung beschädigt hatten.

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Zentimetergroße Eiskugeln prasselten auf die Erde. 

Suche nach vermisstem Schwimmer 

Am Wallersee suchten Wasserretter nach einem vermeintlich vermissten Schwimmer beim Strandbad Henndorf. Gegen 19.00 Uhr hatte ein Augenzeuge Alarm geschlagen, weil er eine im Sturm in Not geratene Person rund 100 Meter vom Ufer entfernt im See vermutete. Die Retter suchten mit Booten den See ab, auch mehrere Taucher standen im Einsatz. Nachdem um 22.00 Uhr ein weiteres Gewitter aufzog und auch noch keine Vermisstenmeldung vorlag, wurde die Suche abgebrochen.

Die kurz vor 19.00 Uhr aktivierten Sturmwarnungen auf allen Flachgauer Seen und am Mondsee dürften laut Wasserrettung aber befolgt worden sein. Alle Boote und Wassersportler waren bei Eintreffen des Unwetters bereits am Ufer.

Die Gewitterzellen zogen später ins benachbarte Oberösterreich weiter.

Quelle: Agenturen / red