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Wohnungssuchende in Wien betrogen

28. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Ein bereits amtsbekannter und zur Fahndung ausgeschriebener Serienbetrüger ist von der Wiener Polizei aus dem Verkehr gezogen worden. Der 45-Jährige soll seit September des Vorjahres vorgegeben haben, Wohnungen zu vermieten und hat dafür 38.000 Euro an Anzahlungen, Kautionen sowie Monatsmieten im Voraus kassiert. Ebenso hat er sich als Handwerker ausgegeben und dabei betagte Menschen um ihr Geld gebracht. Der Verdächtige ist geständig und nannte seine Drogensucht als Motiv.

Die Festnahme am 22. Jänner durch die WEGA in einem Favoritner Hostel verlief spektakulär: Der Österreicher versuchte über ein Fenster und ein Außengerüst zu flüchten, wurde aber auf der Straße bereits von Kriminalbeamten erwartet.

Das Landeskriminalamt (Gruppe Glatz) hatte schon länger gegen den Gesuchten ermittelt. Neben den 15 Mietbetrügereien soll sich der 45-Jährige in bisher 45 bekannten Fällen als Maler oder Installateur ausgegeben haben, wobei er den Senioren vorschwindelte, dass aufgrund von Wasserschäden dringende Arbeiten notwendig wären. Dafür verlangte er umgehend Barzahlungen, nutzte aber auch den Zugang zu den Wohnungen, um seine Opfer zu bestehlen. Hier richtete er einen Schaden von rund 28.000 Euro an.

Zusammenfassung
  • Ein 45-jähriger, amtsbekannter Serienbetrüger wurde am 22. Jänner in Wien-Favoriten von der Polizei festgenommen, nachdem er versucht hatte, über ein Fenster zu fliehen.
  • Der Mann erschlich sich seit September des Vorjahres als angeblicher Wohnungsvermittler 38.000 Euro an Vorauszahlungen und beging zusätzlich 45 Handwerkerbetrügereien, wobei er vor allem ältere Menschen um insgesamt rund 28.000 Euro brachte.
  • Als Motiv für die insgesamt mindestens 60 Betrugsfälle nannte der geständige Verdächtige seine Drogensucht.