Wiener Polizisten aus Dienststelle gelockt und attackiert

27. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Ein junger Mann hat in der Nacht auf Donnerstag Polizisten aus ihrer Dienststelle gelockt und attackiert. Drei Beamte mussten im Krankenhaus versorgt werden, ein weiterer Polizist wurde verletzt. Der Angreifer kam ebenfalls ins Spital.

Um den 20-jährigen Angreifer festzunehmen, waren insgesamt sieben Polizisten im Einsatz. Die Beweggründe des Mannes blieben zunächst unerklärlich. "Der 20-Jährige stand bei der Tat augenscheinlich nicht unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss", sagte Polizeisprecher Marco Jammer. Zunächst gebe es auch keine Hinweise auf eine psychische Erkrankung. Sein mentaler Zustand wird aber noch untersucht werden.

Marco Jammer, LPD Wien, spricht im PULS 24 Interview über die Attacke auf Wiener Polizisten.

Angreifer attackierte sieben Beamte

Der in Wien geborene, bisher "nicht einschlägig" aufgefallene Verdächtige war gegen Mitternacht wegen eines fingierten "Notfalls" auf ein Wachzimmer in der Vorgartenstraße im Bezirk Brigittenau gekommen. Er habe eine Sporttasche in einer Bushaltestelle in der Nähe gefunden, gab er vor und bat um Hilfe. Zwei Beamte folgten ihm ins Freie, worauf der 20-Jährige ohne weiteres auf den ersten Polizisten losging und ihm Faustschläge ins Gesicht verpasste. Während der Beamte zu Boden ging, befand sich sein Kollege noch in der Sicherheitsschleuse beim Ausgang und rief um Verstärkung.

Insgesamt sieben Polizisten versuchten den Mann zu bändigen, berichtete Jammer, alle habe der Beschuldigte zu attackieren versucht. Auch Pfefferspray wurde gegen ihn eingesetzt. Vier Beamte verletzte der 20-Jährige, drei davon konnten ihren Dienst nicht weiter versehen. Auch er selbst trug Verletzungen davon und kam nach seiner Festnahme in ein Krankenhaus. Bisher habe er sich nicht zum Grund für seine Attacke geäußert.

PULS 24 Reporterin Aida Mujanovic fasst die bisherigen Ergebnisse der Ermittlungen zusammen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb