APA/APA/LPD WIEN

Silvesternacht

Wiener schoss sich ins Bein - und schlief danach ein

Heute, 11:29 · Lesedauer 2 min

Schmerzhafte Silvesternacht für einen 77-Jährigen in Wien: Der Mann hatte in seiner Wohnung in Wien-Floridsdorf mit einer Waffe hantiert, als sich ein Schuss löste. Dabei erlitt der Mann einen Durchschuss im linken Bein.

Er versorgte die schwere Verletzung selbst notdürftig und rief erst am Neujahrstag die Rettung. Die vom Krankenhaus verständigte Polizei fand in der Wohnung des Mannes zwei nicht registrierte Schusswaffen, wurde am Freitag mitgeteilt.

Mann schlief nach dem Schuss ein

Der Mann dürfte eine seiner Waffen auf dem rechten Oberschenkel liegen gehabt haben, als sich der Schuss löste. Die Patrone ging durch den linken Oberschenkel, durch die Kniescheibe und kam beim Unterschenkel wieder heraus. Nachdem der Mann schon davor eine Schlaftablette genommen hatte, schlief er nach dem Vorfall ein, berichtete Polizeisprecherin Anna Gutt.

Tagsüber wählte er dann doch den Notruf. Der Mann gab beim Eintreffen der Rettungskräfte am Donnerstagvormittag an, er sei durch einen Böller verletzt worden, als er auf der Straße vor seinem Wohnhaus das Feuerwerk beobachtet hätte. Die behandelnden Spitalsärzte schöpften aufgrund der Art der Verletzung aber Verdacht und verständigten die Polizei.

Diese wiederum durchsuchte die Wohnung des Mannes und wurde dabei fündig. Die Beamten stellten zwei nicht registrierte Schusswaffen sicher, der 77-Jährige wurde nach den Bestimmungen des Waffengesetzes angezeigt.

Video: Verschärftes Waffengesetz: Österreich reagiert auf Gewalt

Zusammenfassung
  • Ein 77-jähriger Wiener schoss sich in der Silvesternacht versehentlich mit einer nicht registrierten Waffe ins linke Bein und erlitt dabei einen Durchschuss durch Oberschenkel, Kniescheibe und Unterschenkel.
  • Obwohl er schwer verletzt war, versorgte er sich zunächst selbst und rief erst am Neujahrstag die Rettung, nachdem er zuvor eine Schlaftablette genommen und eingeschlafen war.
  • Die Polizei fand nach einem Hinweis der Spitalsärzte in seiner Wohnung zwei nicht registrierte Schusswaffen und zeigte den Mann nach dem Waffengesetz an.