APA - Austria Presse Agentur

Wien will 3.000 Grippeimpfungen pro Tag 

14. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Die Stadt Wien will die Durchimpfungsrate bei der Grippe erhöhen. Dafür werden Impfzentren und -straßen errichtet.

Die Wiener Stadtregierung will 3.000 Grippeimpfungen pro Tag durchführen, kündigte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Montag bei der Vorstellung der Gratis-Impfkampagne an. "Wir haben den Ehrgeiz, gemeinsam die Impfrate in Wien um das Dreifache erhöhen", sagte Ludwig. Grippe und Covid-19 haben ähnliche Systeme. Das stelle das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen.

Mit dem Programm will die Bundeshauptstadt die heurige Grippewelle hintanhalten bzw. abschwächen und somit insgesamt das Gesundheitssystem vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie entlasten - noch dazu, als beide Krankheiten ähnliche Symptome aufweisen würden und schwerwiegende gesundheitliche Folgen für die Betroffenen verursachen könnten, hieß es.

Michael Ludwig zur Gratis-Grippeimpfung in Wien

Die Verabreichung startet mit 1. Oktober und wird auf unterschiedlichem Wege abgewickelt. Sieben Impfzentren und 34 Impfstraßen in Wien sollen eingerichtet werden. Auch eine "Impfbim" soll es geben.  Dafür wird eine Straßenbahngarnitur sechs Wochen lang jeweils eine Woche an den Stationen Karlsplatz, Schwedenplatz, Belvedere, Kennedybrücke, Westbahnhof und Schottenring als mobile Impfstation zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es die Gratis-Impfung auch bei allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die an der Aktion teilnehmen. Außerdem wird es die Möglichkeit geben, sich bei niedergelassenen Ärzten gratis impfen zu lassen. Es gehe nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um den Schutz anderer, sagt Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres. 

Vorrangig sollten sich Risikogruppen impfen lassen, appellierte Ludwig. Dazu zählen ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen. Auch Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten und Kinder sollen verstärkt geimpft werden. Kinder gelten bei der Grippe als "Superspreader", das bedeutet sie verbreiten das Virus besonders stark. Für sie gibt es eine Alternative zur Nadel in Form eines Nasensprays, der ab dem zweiten Lebensjahr angewendet werden kann und ab Mitte November verfügbar sein wird.

Insgesamt stehen 400.000 Dosen zur Verfügung. Ludwig appellierte: "Lassen Sie sich bitte alle impfen."

Alle Infos, wo Sie sich impfen lassen können finden Sie hier.

Quelle: Redaktion / spe