APA/LPD WIEN

Wien: Illegaler Handel mit Katzenbabys aufgeflogen

09. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Fünf Katzenbabys, die illegal nach Österreich transportiert worden waren, sind am Donnerstag in Wien-Favoriten beschlagnahmt worden.

Die zu früh von der Mutter getrennten Kätzchen werden die nächsten Monate isoliert in einer Quarantänestation des Bundes verbringen, bis sie alle nötigen Impfungen und Blutuntersuchungen hinter sich haben. Die Händler und Transporteure werden angezeigt, hieß es von der Stadt Wien am Freitag.

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Tierschutzstadtrat: "Kaufen Sie keine Tiere im Internet"

Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) appellierte an die Bevölkerung: "Kaufen Sie keine Tiere im Internet wie ein Paar Schuhe. Adoptieren Sie ihr neues Familienmitglied aus einem Tierheim oder kaufen Sie es bei einem seriösen Züchter."

Der Amtshandlung am Feiertag war ein anderes schlechtes Katzenschicksal vorausgegangen: Eine Frau hatte vor einem halben Jahr im Internet ein Tier gekauft, das Kätzchen war dann so krank, dass es intensivmedizinisch betreut werden musste und nur knapp überlebte. Die geschädigte Käuferin gab den Tipp, dass ein neuerlicher Transport erwartet wurde, den die Polizei dann am Donnerstagnachmittag stoppte. Drei Scottish Fold- und zwei Britisch Kurzhaar-Kätzchen wurden vom Zoll beschlagnahmt, alle erst acht Wochen alt.

Kätzchen in kleinen und verschmutzten Transportbehältern

Die Tiere waren in zwei kleinen, völlig verschmutzten Transportbehältern unter Kisten im Laderaum versteckt. Sie waren aus der Ukraine über Rumänien nach Wien gebracht worden. "Es handelt sich um Rassekatzen, die in ganz Europa verteilt werden sollten, nicht um Tiere von geflüchteten Menschen", berichtete Susanne Drechsler, Amtstierärztin der Stadt Wien.

"Die Kätzchen waren zu jung für die Trennung vom Muttertier, hatten keinen Mikrochip, es fehlten alle erforderlichen Gesundheitsbescheinigungen und Impfungen." Zudem handle es sich bei Scottish Fold um eine Qualzucht. Tiere dieser Rasse "leiden an einem Gendefekt, der sehr schmerzhafte Gelenkschäden hervorruft, die nicht heilbar sind", warnte die Veterinärin.

Astrid PozarekQuelle: Agenturen / Redaktion / poz