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Wieder kein Urteil? Prozess am Mittwoch gegen "Ibiza-Detektiv" wackelt

15. März 2022 · Lesedauer 2 min

Die am Mittwoch geplante Fortsetzung im Prozess um Drogenhandel gegen den mutmaßlichen Drahtzieher des Ibiza-Videos, Julian Hessenthaler, wackelt. "Der Angeklagte ist erkrankt", sagte die Sprecherin des Landesgerichts St. Pölten.

"Ob der Prozess wie geplant stattfinden kann, wird morgen in der Früh entschieden", teilte Gerichts-Sprecherin Birgit Eisenmagen abends mit. Zuvor soll eine ärztliche Untersuchung zur Verhandlungsfähigkeit des 41-Jährigen erfolgen.

Für den sechsten Tag der Schöffenverhandlung geplant ist die Befragung einer in Serbien lebenden Zeugin per Videokonferenz. Es könnte ein Urteil geben.

Der beschuldigte Privatdetektiv soll laut Staatsanwaltschaft 2017 und 2018 insgesamt 1,25 Kilo Kokain mit einem Reinheitsgehalt von zumindest 70 Prozent nahe Haag (Bezirk Amstetten) in Niederösterreich, in Salzburg und Oberösterreich zu einem Grammpreis von 40 Euro an einen Bekannten übergeben haben. Damit soll Hessenthaler der Anklage zufolge Schulden beglichen bzw. seine triste finanzielle Situation aufgebessert haben.

Zeugen widersprechen sich

Der in U-Haft sitzende 41-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Belastet wird er von einem ehemaligen Geschäftspartner und dessen früherer Geliebten. Die Aussagen der beiden Zeugen stehen teilweise im Widerspruch zueinander.

Klenk zum Prozess gegen den "Ibiza-Detektiv": "Höchst irritierend, warum dieser Mann so lange sitzt"

Florian Klenk, "Falter"-Chefredakteur, spricht im Interview mit PULS 24 Anchorwoman Bianca Ambros über den Hessenthaler-Prozess und die Hintergründe. 

Die Verteidigung ortet politisch motivierte Anschuldigungen. Hessenthaler brachte ins Spiel, dass der männliche Zeuge Geld bzw. Sachleistungen in Form von Rechtsanwaltshonorar für falsche Vorwürfe gegen ihn erhalten haben soll. Das bestritt der Betroffene. Im Fall eines Schuldspruchs drohen Hessenthaler bis zu 15 Jahre Haft.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam