APA - Austria Presse Agentur

WHO warnt: Zu viele Menschen sterben durch Ertrinken

24. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Mehr als 200.000 Menschen sterben jährlich am Ertrinken. Das zeigt die WHO auf. Vor allem Kinder seien besonders gefährdet.

Jedes Jahr sterben nach Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mindestens 236.000 Menschen durch Ertrinken. Mehr als doppelt so viele, wie durch Brände, Hitze oder andere Verbrennungen ums Leben kommen. Um diese vermeidbaren Todesfälle zu reduzieren und Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, hat die WHO den 25. Juli zum Aktionstag ernannt. Sie ruft Länder in aller Welt auf, Menschen besser vor den Gefahren des Ertrinkens zu schützen.

Kinder besonders gefährdet

So sollten Kinder ab etwa sechs Jahren schwimmen lernen. Am meisten gefährdet sind laut WHO Kinder von einem bis vier Jahren, gefolgt von Kindern bis neun Jahren. 60 Prozent der Todesfälle passieren in der Region westlicher Pazifik und Südostasien. Die WHO empfiehlt neben dem Schwimmunterricht unter anderem, Brunnen und Teiche abzusichern, damit Kinder dort nicht ins Wasser fallen können und auch in ärmeren Ländern Kindertagesstätten, wo kleine Kinder beaufsichtigt werden können, wenn ihre Familien beschäftigt sind.

Bei der WHO-Gesamtzahl von 236.000 Todesfällen sind Bootsunglücke nicht mit gerechnet. Zusätzlich verweist die WHO darauf, dass die wahre Zahl wahrscheinlich höher liegt, weil nicht in allen Ländern alle Todesfälle durch Ertrinken angegeben werden.

Kein Schwimmunterricht durch Corona

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass immer mehr Kinder in Österreich nicht schwimmen können. Schwimmstunden und der Schwimmunterricht in den Volksschulen konnte nicht stattfinden. Somit können österreichweit rund 160.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre nicht schwimmen - davon mehr als 130.000 im Alter bis neun Jahre, ergab eine Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). Dieses forderte rasch Maßnahmen auf allen Ebenen, insbesondere im Schulsportbereich.

Quelle: Agenturen