APA - Austria Presse Agentur

Wer wie viel vom Corona-Impfstoff bekommt

28. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Österreich bekommt etwa zwei Prozent der Corona-Impfdosen der EU, Deutschland erhält circa 18 Prozent. Dem liegt ein Verteilungsschlüssel zu Grunde.

Die EU hat Verträge mit sechs verschiedenen Herstellern über mehr als 1.3 Milliarden Impfdosen abgeschlossen. Damit können laut EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen rund 700 Millionen Menschen geimpft werden. Das übersteigt die 447 Millionen Einwohner der EU bei weitem. Mit dem Restkontingent sollen europäische Nachbarstaaten unterstützt werden.

Die Differenz zwischen den Dosen und den zu impfenden Menschen kommt daher, dass man nicht weiß, ob alle Impfstoffe erfolgreich sein werden. "Bei manchen Impfstoffen muss zweimal geimpft werden", sagt Sabine Berger, Sprecherin der EU-Kommission in Österreich, gegenüber PULS 24.

Verteilungsschlüssel nach Bevölkerungsgröße

Die Verteilung der Dosen richtet sich nach der Bevölkerungszahl. Österreich bekommt mit einer Bevölkerung von rund neun Millionen Einwohner zwei Prozent der Impfstoffe. Das ist "mehr als Österreich wahrscheinlich brauchen wird", sagte von der Leyen nach einer Videokonferenz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Deutschland bekommt als bevölkerungsreichstes Land der EU 18 Prozent der Dosen, gefolgt von Frankreich (15%), Italien (13,5%), Spanien (10,6%) und Polen (8,5%). Mit den restlichen Impfdosen sollen Menschen in Afrika und am Westbalkan geimpft werden.

Kurz sagte beim Gespräch mit von der Leyen: Es sei "beeindruckend", wie schnell und gut der Beschaffungsprozess laufe, die Impfung sei "ein echter Gamechanger".

Die EU hat Vorkaufsverträge mit folgenden Unternehmen:

AstraZeneca                         300 Millionen Dosen + Option auf weitere 100 Millionen

Sanofi                                    300 Millionen Dosen

Johnson & Johnson            200 Millionen Dosen + Option auf weitere 200 Millionen

Biontech & Pfizer                200 Millionen Dosen + Option auf weitere 100 Millionen

CureVac                                225 Millionen Dosen + Option auf weitere 180 Millionen

Moderna                               160 Millionen Dosen

Quelle: Redaktion / spe