APA - Austria Presse Agentur

Weniger Ehen und Scheidungen im Jahr 2020

18. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

2020 wurden in Österreich weniger Ehen geschlossen als in den Jahren vor Corona. Das zeigen aktuelle Daten der Statistik Austria. Auch die Zahl der Scheidungen ging zurück.

2020 sind in Österreich laut vorläufigen Daten von Statistik Austria 39.478 Ehen geschlossen worden, um  14,2 Prozent weniger als 2019. Im gleichen Zeitraum wurden 1.253 eingetragene Partnerschaften begründet, um elf bzw. 1,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Allerdings wurden im Corona-Jahr mit Lockdowns und Pandemie-bedingten Einschränkungen "auch um 9,2 Prozent weniger Ehen rechtskräftig geschieden", berichtete Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Keine Ehe in eigetragene Partnerschaft umgewandelt

Die seit 1. Jänner 2019 bestehende Möglichkeit einer gleichgeschlechtlichen Eheschließung nahmen im vergangenen Jahr 611 Paare wahr; zugleich begründeten 1.170 verschiedengeschlechtliche Paare sowie 83 gleichgeschlechtliche Paare eine eingetragene Partnerschaft. Die Eheschließungen 2020 beinhalten auch insgesamt 56 Umwandlungen eingetragener Partnerschaften von 27 weiblichen Paaren, 22 männlichen Paaren und sieben verschiedengeschlechtlichen Paaren. Umgekehrt wurde 2020 keine einzige Ehe in eine eingetragene Partnerschaft umgewandelt.

Weniger Eheschließungen

In allen Bundesländern wurden 2020 deutlich weniger Ehen geschlossen als im Jahr davor. Der stärkste Rückgang wurden dabei in Wien  verzeichnet, gefolgt von Salzburg. In Kärnten und Oberösterreich wird der schwächste Rückgang der Eheschließungen verzeichnet.

Mehr eingetragene Partnerschaften in Salzburg und Vorarlberg

Die Zahl der Begründungen eingetragener Partnerschaften entwickelte sich dagegen 2020 in den Bundesländern unterschiedlich: Während in Salzburg und in Vorarlberg  deutlich mehr eingetragene Partnerschaften registriert wurden, verzeichneten Tirol  und Wien stärkere Rückgänge.

14.821 Ehen wurden 2020 rechtskräftig geschieden, um 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugleich wurden 104 eingetragene Partnerschaften aufgelöst, um 14,0 Prozent weniger als 2019.

Quelle: Agenturen