APA - Austria Presse Agentur

Warnung vor Überflutungen in Österreich

16. Juli 2021 · Lesedauer 3 min

Eine Starkregenfront könnte am Wochenende in Salzburg, Oberösterreich und Tirol für Überflutungen und Muren sorgen. Auch im Osten und in Wien werden ausdauernde Regenfälle vorhergesagt.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) prognostiziert für das Wochenende viel und ausdauernden Regen. Das Institut hat die Warnstufe "Orange" ausgerufen und rechnet punktuell mit bis zu 120 Millimeter Niederschlag in der Nordstaulage im Pinzgau, Tennengau, Flachgau und den Tiroler Bezirken Kitzbühel und Kufstein. Die Unwetterwarnzentrale (UWZ) warnt vor außergewöhnlich hohen Regenmengen an der Alpennordseite mit der Gefahr von Überflutungen sowie kräftigen Gewittern im Osten und Süden. 

Es wird befürchtet, dass die starken Regenfälle von Samstagmittag bis Sonntagmittag andauern.

Hochwasserwarnung 

"Durch den flächigen und intensiven Niederschlag in einem relativ kurzen Zeitraum werden die vielen Zubringer die Saalach und Salzach auf jeden Fall anschwellen lassen", erklärte Barbara Staudinger vom Hydrographischen Dienst des Landes Salzburg. Gewitter könnten lokal zu sehr großen, zusätzlichen Regenmengen führen.

Hochwasser von Tirol bis Steiermark

Die UWZ rechnet am Samstagnachmittag und Sonntag mit hohen Wasserständen der Flüsse an der Alpennordseite zwischen Reutte (Tirol) und Mariazell (Steiermark). 

 

Falls sich die Prognose bewahrheitet, kann es laut Katastrophenschutz zu Unterspülungen, Wassereintritten und Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen. Mit den Einsatz- und Rettungsorganisationen sowie mit der ZAMG werde enger Kontakt gehalten, um schnell reagieren zu können. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, bei Starkregenfällen unnötige Fahrten und Spaziergänge vermeiden.

Warnung für Schärding

Auch für Oberösterreich sagte die ZAMG "starken und anhaltenden Regen mit hohen Niederschlagsmengen" vor allem im Süden des Landes voraus. Dort werden 40 bis 80 Millimeter, punktuell bis zu 120 Millimeter Regen erwartet. Dies könne laut Reinhard Enzenebner vom Hydrographischen Dienst des Landes Oberösterreich dazu führen, dass in Schärding am Inn "die Warngrenze erreicht wird und mobile Elemente aufgestellt werden müssen". Die Donau werde nach Stand Freitag eher unter der Warngrenze bleiben. Bei kleineren Gewässern können Gewitterzellen zu lokalen Überflutungen führen, so Enzenebner.

Tirol: Hochwasser nicht auszuschließen

In Tirol sollen laut Land vor allem die Bezirke Kufstein und Kitzbühel von großen Niederschlagsmengen betroffen sein, es herrscht ebenfalls Warnstufe "Orange". Dort seien 60 bis 80 Millimeter in der Fläche sowie punktuell 120 bis 150 Millimeter Niederschlag möglich. "In den Schwerpunktgebieten der Brixentaler Ache und Kitzbüheler Ache sind je nach Niederschlagsintensität auch Hochwasserscheitel über eines 30-jährlichen Hochwassers nicht auszuschließen. Lokal sind sehr hohe Niederschlagssummen möglich, die örtlich auch zu Vermurungen und Überschwemmungen führen können", sagten Elmar Rizzoli von der Landeseinsatzleitung und Georg Raffeiner von der Hydrographie und Hydrologie des Landes.

Das Land rief daher die Bevölkerung auf, unnötige Fahrten und Spaziergänge zu vermeiden, Wasserabläufe und Kellerschächte abzudecken sowie die Pegelstände zu beobachten. Die Niederschläge werden von Samstagmittag bis Sonntagnachmittag erwartet, hieß es.

Quelle: Agenturen