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Waldbrand bei Barcelona erfasst Häuser und Fahrzeuge

17. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Gluthitze, Trockenheit und unzählige Waldbrände haben Spanien und Portugal auch am Sonntag stark zu schaffen gemacht. Die größten Sorgen bereitete am Abend ein Feuer in der Gemeinde Pont de Vilomara etwa 50 Kilometer nördlich der Metropole Barcelona. Dort zerstörten die nachmittags ausgebrochenen Flammen nach Angaben der Behörden in nur sechs Stunden rund eintausend Hektar Wald. Sie erfassten auch einige Häuser und Fahrzeuge. 200 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.

Die Rauchsäulen waren kilometerweit zu sehen, etwa auch in Barcelona. In Spanien waren am Sonntagabend insgesamt noch ca. 30 Waldbrände aktiv. Die Brände machten in den vergangenen Tagen Zehntausende Hektar dem Erdboden gleich, wie der staatliche Fernsehsender RTVE unter Berufung auf die verschiedenen Regionalbehörden berichtete.

In Portugal kämpften am Sonntagabend unterdessen insgesamt rund eintausend Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Unterstützung des Militärs und des Zivilschutzes gegen 16 aktive Waldbrände. Nach Angaben der Naturschutzbehörde ICNF vernichteten die Flammen in Portugal in einer guten Woche rund 30.000 Hektar Wald. Das entspricht einer Fläche von ungefähr 42 000 Fußballfeldern.

In beiden Ländern der iberischen Halbinsel gab es derweil in Erwartung sinkender Temperaturen Grund zur Hoffnung. In Portugal wollte die Regierung in Lissabon deshalb den um Mitternacht auslaufenden "Estado de contingência", den dritthöchsten Notstand, nach einer Woche vorerst nicht mehr verlängern. "In den kommenden Tagen wird ein Temperaturrückgang zwischen zwei und acht Grad erwartet", erklärte Innenminister José Luis Carneiro. In Spanien werde die Hitzewelle, die praktisch das gesamte Land seit neun Tagen überrollt, zwischen Montag und Dienstag zu Ende gehen, teilte der nationale Wetterdienst Aemet mit.

Quelle: Agenturen