APA - Austria Presse Agentur

Waldbrände in Niederösterreich: Löscheinsatz in Gutenstein beendet

11. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Rund 100 Helfer unterstützt von Hubschraubern waren mit Arbeiten im Bezirk Wiener Neustadt-Land beschäftigt. Ein Blitz dürfte die Ursache für das Feuer im Bezirk Lilienfeld gewesen sein.

Beim am Samstag ausgebrochenen Feuer in einem Wald in Gutenstein (Bezirk Wiener Neustadt-Land) ist Sonntagvormittag "Brand aus" gegeben worden. Die Aufräumarbeiten dauerten laut Bezirkskommando an. Zuvor bekämpften am Sonntag rund 100 Mitglieder, unterstützt von zwei Hubschraubern des Innenministeriums und dem Flugdienst der FF, das Feuer. In Ramsau (Bezirk Lilienfeld) wurde der Waldbrand-Einsatz in der Nacht auf Sonntag nach rund acht Stunden beendet.

Die Löscharbeiten in Gutenstein gestalteten sich aufwendig, weil der Brandherd im steilen und unwegsamen Gelände nur zu Fuß erreicht werden konnte. Am Samstag standen zwölf Feuerwehren mit rund 140 Mitgliedern im Einsatz, die am Abend von 100 Kräften des FF-Katastrophenhilfsdienstes abgelöst wurden.

Der Brand konnte unter Kontrolle gebracht werden. Im steilsten Gelände bekämpften die Helfer - ausgerüstet mit Stirnlampen, Löschrucksäcken und Wärmebildkameras - während der Nacht aufflammende Glutnester. In den frühen Morgenstunden wurden die Einsatzkräfte durch 75 Feuerwehrmitglieder des Abschnittes Gutenstein abgelöst. Zusätzlich wurden die Löscharbeiten weiterhin aus der Luft unterstützt.

Blitz als Ursache in Ramsau

Ebenfalls schwierig war der Einsatz am Samstag im unwegsamen Gelände im Gaupmannsgraben in Ramsau. Zur Ursache für das Feuer teilte das Bezirkskommando Lilienfeld mit, dass ein Blitz beim letzten Gewitter in einem Baum eingeschlagen hatte. In Folge geriet ein rund ein Hektar großes Waldstück in Brand und wurde zerstört. Rund 110 Mitglieder von fünf Feuerwehren standen mit zwölf Fahrzeugen bis Mitternacht im Einsatz. Ein Übergreifen auf einen Jungwald konnte verhindert werden, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando am Sonntag in einer Aussendung.

Wasser wurde per Pendelverkehr auf den Berg gebracht und teilweise mit Löschrucksäcken verteilt. Zudem musste der Boden mit Schaufeln, Krampen und speziellen Waldbrand-Rechen umgegraben werden, um an Glutnester heranzukommen. Erstmals wurde im Bezirk eine Einsatzstelle aus der Luft mittels einer Drohne erkundet. Zusätzlich flog ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera über das Gebiet. Ein befürchteter zweiter Brandherd wurde jedoch nicht gefunden.

Quelle: Agenturen