APA - Austria Presse Agentur

Vor EM-Match: Bombe an Auto von Politiker entschärft

16. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Vor dem EM-Match Italien gegen Schweiz wurde in der Nähe des Stadions in Rom eine Autobombe entschärft.

In der Nähe des Olympiastadions in Rom wurde eine Autobombe gefunden. Das berichten mehrere italienische Medien. Knapp vor Anpfiff wurde die Bombe entschärft. Davor waren gleich mehrere Straßen gesperrt.

In einem offiziellen Statement äußerte sich die UEFA zu diesem Vorfall: "Die Nachricht über ein rudimentäres Gerät, das wenige Kilometer vom Olympiastadion in einem Auto zurückgelassen wurde, hat in keiner Weise mit der Fußball-Europameisterschaft zu tun, sondern es handelt sich um eine private Angelegenheit". 

Ermittlungen laufen

Die Bombe war am Auto eines Regionalpolitikers angebracht worden und von der Polizei entschärft. Wie italienische Medien unter Berufung auf Polizeiangaben berichteten, hatte ein Zeuge zuvor verdächtige Kabel an dem parkenden Wagen entdeckt. Die Straße wurde daraufhin abgesperrt und die Bombe entschärft. Dabei soll es sich den Berichten zufolge um einen mit primitiven Mitteln zusammengesetzten Sprengsatz gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Die Bürgermeisterin der italienischen Hauptstadt, Virginia Raggi, nannte den Vorfall in einer Botschaft "sehr schwerwiegend". Der betroffene Kommunalpolitiker Marco Doria hatte den Berichten zufolge wegen früherer Drohungen bereits unter Polizeischutz gestanden.

Nach Angaben des Fernsehsenders "TGcom24" bezogen sich die Drohungen darauf, dass Doria die illegale Besetzung historischer Gebäude sowie Vandalismus an Statuen und Springbrunnen angeprangert hatte. Doria leitet eine Arbeitsgruppe für die Sanierung von Parks und historischen Villen in Rom.

Quelle: Redaktion / pea