APA/EVA MANHART

Staranwältin Wagner wegen Verhetzung angezeigt

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Am Donnerstag wurde die bekannte Wiener Anwältin Astrid Wagner wegen "Verhetzung" angezeigt. Sie hatte zuvor bei einer Demonstration der "Palästina Solidarität Österreich" eine Rede gehalten.

Die prominente Strafverteidigerin Astrid Wagner, bekannt etwa als Anwältin von Josef Fritzl, soll am Donnerstag am Rande einer Pro-Palästina-Demo wegen "Verhetzung" angezeigt worden sein.

Seit dem blutigen Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober und der darauffolgenden israelischen Militäroffensive finden regelmäßig Pro-Palästina- und Anti-Israel-Demos statt. Dort ist Wagner regelmäßig Teilnehmerin und hielt bereits mehrmals Reden.

Wagner will selbst Anzeige erstatten

In einem Twitter-Posting teilte Wagner mit, dass sie selbst "Anzeige wegen Verdachts des Amtsmissbrauchs einbringen und wegen Kreditschädigung klagen werde".

Anzeige wegen Amtsmissbrauch

Gegenüber PULS 24 betont die Anwältin, dass sie sich um die Meinungsfreiheit sorgt. 

"Ich bin höchst besorgt über die zunehmenden Versuche in Österreich und Deutschland, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Doch ich werde mit vollem Einsatz dafür kämpfen, dass unsere Werte wie Demokratie und Rechtsstaat erhalten bleiben und Auswüchse wie beim gegenständlichen Vorfall mit allen rechtlichen Mitteln bekämpfen. Konkret heißt das: Strafanzeige wegen Amtsmissbrauch, Maßnahmenbeschwerde, Klage wegen Kreditschädigung, Dienstaufsichtsbeschwerde."

Auch auf ihrem Instagram-Account berichtete Wagner über die Anzeige und ihre Klagsabsicht.

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"Das war eine absolut bedrohliche Situation. Ich bin behandelt worden wie eine Terroristin. Ich hab' mich gefühlt, in meinem ganzen Leben ist es mir noch nie so gegangen", so Wagner gegenüber der APA.

"Das lasse ich mir nicht bieten", insistierte sie. Sie erwarte sich für das, was ihr widerfahren sei, "eine persönliche Entschuldigung vom Herrn Innenminister."

Seit dem Angriff der radikal-islamistischen Hamas am 7. Oktober auf Israel gibt es auch eine Solidaritätsbewegung mit Palästina. Deren Proteste stehen in der Kritik, antisemitisch zu sein.

ribbon Zusammenfassung
  • Am Donnerstag wurde die bekannte Wiener Anwältin Astrid Wagner wegen "Volksverhetzung" angezeigt.
  • Beamte führten eine Identitätsfestellung am Rande einer Pro-Palästina-Demo durch.
  • In einem Twitter-Posting teilte Wagner mit, dass sie selbst "Anzeige wegen Verdachts des Amtsmissbrauchs einbringen und wegen Kreditschädigung klagen werde".