APA - Austria Presse Agentur

Virologe Krammer über Omikron: Schaut nicht gut aus

07. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Noch sei die Unsicherheit und Datenlage zu Omikron unsicher, aber für den in den USA tätigen österreichischen Virologe Florian Krammer "schaut's aber nicht gut aus", meinte er in einer Online-Diskussion mit der Kunstuni Linz.

Erste Einschätzungen, die Virusmutation sei im Vergleich zu Delta harmloser, konnte er nicht bestätigen. So gehe die "Zahl der Neuinfektionen steil bergauf" und auch die Zahl der Einweisungen in die Spitäler steige, sagte er. "Die sichere Annahme ist, dass diese Variante genauso gefährlich ist wie alle anderen", stellte er weiters klar.

Virologe Steininger: Omikron in Österreich "innerhalb kurzer Zeit dominante Variante"

Gegenüber PULS 24 Reporterin Sabine Loho rechnete der Virologe und Infektiologe Christoph Steininger schon Ende November damit, dass sich die Ausbreitung der Omikron-Corona-Variante nicht mehr aufhalten lässt. 

Omikron-Booster bei Impfung

Unklarheit gebe es hingegen noch in Hinsicht auf den Impfstoff. Dass die Forschung wegen Omikron dabei "zurück an den Start" müsse, hält er für unwahrscheinlich. Wer eine Grundimmunität gegen Corona aufweise, verfüge über Antikörper produzierende Zellen, von denen durchaus "einige auch Omikron erkennen können". Mit einem spezifischen Booster würden diese Zellen reaktiviert, so dass sich schnell eine Schutzwirkung - in sieben bis zehn Tagen - aufbauen könne, so Krammers Annahme.

Omikron bei Ungeimpften "kompliziert"

Problematisch werde es seiner Ansicht nach für die Ungeimpften. Es könne "kompliziert" werden, wenn Omikron und Delta nebeneinander zirkulieren. Wegen einer fehlenden Grundimmunisierung gegen Corona könne nicht geboostert werden, erklärte der Virologe. Fragen wie zum Beispiel, sollten Erststiche gegen Delta oder Omikron gegeben werden oder parallel, tun sich derzeit für ihn auf.

Quelle: Agenturen