APA - Austria Presse Agentur

Video der NFL-Stars wirkt: Ligachef verurteilt Rassismus

06. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Die National Football League hat auf die eindringliche Forderung ihrer schwarzen Profis reagiert, Fehler eingestanden und sich deutlich wie nie gegen Rassismus positioniert. In einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Video sagte NFL-Boss Roger Goodell: "Wir, die National Football League, verurteilen Rassismus und die systematische Unterdrückung schwarzer Menschen."

Die National Football League hat auf die eindringliche Forderung ihrer schwarzen Profis reagiert, Fehler eingestanden und sich deutlich wie nie gegen Rassismus positioniert. In einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Video sagte NFL-Boss Roger Goodell: "Wir, die National Football League, verurteilen Rassismus und die systematische Unterdrückung schwarzer Menschen."

"Wir, die National Football League, geben zu, dass es falsch war, nicht schon früher auf die NFL-Spieler gehört zu haben und ermutigen alle, sich zu äußern und friedlich zu protestieren. Wir, die National Football League, glauben, dass schwarze Leben wichtig sind", heißt es weiter. Goodell betonte, er persönlich protestiere mit und wolle Teil des dringend notwendigen Wandels in den USA sein. Ohne schwarze Spieler gebe es die NFL nicht. Er werde sich mit den Profis in Verbindung setzen und erfragen, wie die NFL sich verbessern könne.

Unter anderen Kansas-City-Chiefs-Quarterback und Super-Bowl-Champion Patrick Mahomes, Star-Receiver Odell Beckham Jr. von den New York Giants und Quarterback Deshaun Watson von den Houston Texans hatten tags zuvor genau dieses Eingeständnis der Liga gefordert.

Auslöser für das emotionale Video der Profis waren de anhaltenden Demonstrationen wegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner. Der 46 Jahre alte George Floyd war vergangene Woche von einem weißen Polizisten so lange mit dem Knie im Nacken zu Boden gedrückt worden, bis er starb.

Goodell hatte schon zuvor der Familie Floyds sein Beileid ausgesprochen und gesagt: "Es bleibt ein dringender Handlungsbedarf." Die Liga sei sich ihres Einflusses bewusst und nehme ihre Verantwortung an. Man wolle die systemischen Themen zusammen mit Spielern, Clubs und Partnern weiterhin angehen.

Schon 2016 hatte der damalige Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, die Polizeigewalt gegen Schwarze zum Anlass für einen friedlichen Protest genommen und während des Abspielens der Nationalhymne gekniet. Goodell sagte damals, dass er "nicht unbedingt einverstanden ist damit, was er macht". Der heute 32 Jahre alte Kaepernick hat seit 2017 keinen Vertrag mehr in der NFL bekommen.

Quelle: Agenturen