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USA senken Zahl der empfohlenen Impfungen für Kinder

05. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

In einer drastischen Kehrtwende hat die US-Regierung von Präsident Donald Trump den staatlichen Impfplan für Kinder überarbeitet. Wie das US-Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, soll die Zahl der für alle Kinder empfohlenen Impfungen künftig gesenkt werden. Zu den Impfungen, die nun nicht mehr allgemein empfohlen werden, gehören jene für Rotaviren, Hepatitis A, Hepatitis B und RSV-Infektionen. Ähnliche Entscheidungen waren zuvor von vielen Experten kritisiert worden.

Die Reform steht im massiven Widerspruch zu den seit Jahren bewährten und wissenschaftlich fundierten Empfehlungen zur Senkung von Krankheiten durch Routine-Impfungen. Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte die Impfkommission mit der Überprüfung der mehr als 30 Jahre alten Regeln beauftragt. Der Neffe des früheren Präsidenten John F. Kennedy gilt als ausgewiesener Impfskeptiker, er brachte Immunisierungen etwa mit Autismus bei Kindern in Zusammenhang. Dies ist jedoch nicht wissenschaftlich erwiesen.

Hintergrund ist eine steigende Impfskepsis in den USA. Fachleute warnen vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die durch Impfungen im Kindesalter als weitgehend ausgerottet galten. In diesem Jahr erlebten die USA den schlimmsten Masernausbruch seit mehr als 30 Jahren, mit mehr als 1.400 Fällen.

In den USA sind einige Impfungen wie die gegen Masern, Mumps und Röteln für die Einschulung verpflichtend, andere werden dringend empfohlen. In zahlreichen US-Staaten können Eltern ihre Kinder jedoch befreien lassen, etwa aus religiösen Gründen.

Zusammenfassung
  • Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat beschlossen, die Zahl der staatlich empfohlenen Impfungen für Kinder zu senken, sodass Impfungen gegen Rotaviren, Hepatitis A, Hepatitis B und RSV künftig nicht mehr allgemein empfohlen werden.
  • Fachleute warnen angesichts wachsender Impfskepsis vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, nachdem die USA mit mehr als 1.400 Masernfällen in diesem Jahr den schlimmsten Ausbruch seit über 30 Jahren erlebt haben.
  • Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., ein bekannter Impfskeptiker, leitete die Überprüfung des mehr als 30 Jahre alten Impfplans, obwohl seine Behauptungen über einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus wissenschaftlich nicht belegt sind.