APA - Austria Presse Agentur

UN starten neue Initiative für mehr Klimaschutz

05. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Zum Weltumwelttag am Freitag startet das Klimasekretariat der Vereinten Nationen eine neue Initiative im Kampf gegen die Erderwärmung. Die Kampagne steht unter dem Motto "Race to Zero" - gemeint ist das Ziel, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid möglichst auf Null zu senken. Auch der Papst rief zu einer entschlossenen ökologischen Wende auf.

Zum Weltumwelttag am Freitag startet das Klimasekretariat der Vereinten Nationen eine neue Initiative im Kampf gegen die Erderwärmung. Die Kampagne steht unter dem Motto "Race to Zero" - gemeint ist das Ziel, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid möglichst auf Null zu senken. Auch der Papst rief zu einer entschlossenen ökologischen Wende auf.

Den Angaben zufolge haben sich inzwischen schon knapp 1.000 Unternehmen, 458 Städte, 24 Bundesstaaten und Regionen, 500 Universitäten und 36 Großinvestoren verpflichtet, bis spätestens 2050 ihre Emissionen auf netto Null zu drücken. Unter den Unternehmen sind Rolls-Royce, Nestle und Inditex, ein großer globaler Modehändler. Inzwischen haben sich auch mehr als 120 Staaten dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden, also unterm Strich keine Treibhausgase wie CO2 mehr auszustoßen.

Papst Franziskus hat anlässlich des Weltumwelttags zu einer entschlossenen ökologischen Wende aufgerufen. Es sei nicht die Zeit, weiter wegzuschauen, während der Planet aus Profitgier und teils im Namen des Fortschritts geplündert und geschändet werde, erklärte der Papst laut Kathpress am Freitag. Franziskus äußerte sich in einer Botschaft an Kolumbiens Staatspräsident Ivan Duque Marquez, Gastgeber einer zentralen Veranstaltung zum internationalen Umwelttag. Das ursprünglich in Bogota anberaumte Treffen fand wegen der Corona-Pandemie virtuell statt.

Franziskus unterstrich, man könne nicht schweigen angesichts der Kosten der Zerstörung und der Ausbeutung des Ökosystems. Umweltschutz und die Bewahrung der Artenvielfalt gingen alle an. "Wir können nicht vorgeben, gesund zu sein in einer Welt, die krank ist", schrieb der Papst. "Es liegt an uns, die Richtung zu ändern und auf eine bessere, gesündere Welt zu setzen, um sie künftigen Generationen als Vermächtnis zu hinterlassen. Alles hängt von uns ab, wenn wir es wirklich wollen", so Franziskus.

Quelle: Agenturen