APA - Austria Presse Agentur

Überschwemmungen in Salzburg: Zivilschutzalarm in Hallein und Mittersill

17. Juli 2021 · Lesedauer 3 min

Durch den starken Regen kam es in Salzburg zu Überschwemmungen. In Hallein und Mittersill wurde Zivilschutzalarm ausgerufen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, in den Häusern zu bleiben.

Videos und Fotos aus der Halleiner Innenstadt zeigen reißende Bäche, wo eigentlich Straßen sein sollten. Im Bereich der Altstadt ist es bereits zu massiven Überschwemmungen gekommen, hieß es vom Landesfeuerwehrkommando zur APA. 

In der Salzburger Gemeinde wurde am Samstagabend Zivilschutzalarm ausgerufen. Der Kothbach trat über die Ufer, die Bevölkerung wird aufgefordert von den Behörden gegen 22 Uhr aufgefordert, in den Häusern zu bleiben, Tiefgaragen und Keller nicht zu betreten und sich auch von den Dämmen der Fließgewässer fernzuhalten.

Laut "salzburg.orf.at", die sich auf Einsatzkräfte berufen, wurden in Hallein mit Stand von 23 Uhr keine Personen vermisst und keine Verletzten vermeldet. 

Insgesamt sei die Lage im Land Salzburg noch unübersichtlich, hieß es vom Landesfeuerwehrkommando. Sehr viele Feuerwehren seien im ganzen Land im Einsatz. Einer der Hotspots sei der Oberpinzgau.

Zivilschutzalarm auch in Mittersill

Die Feuerwehrleute der Stadtgemeinde Mittersill befanden sich seit Samstagabend ebenfalls im Hochwasser-Einsatz. Bereits am Nachmittag überschritt die Salzach die Warngrenze. Die Hubbrücke musste wegen Hochwassergefahr angehoben werden. Auch in Mittersill wurde Zivilschutzalarm ausgelöst, es gilt Alarmstufe 2. "Es besteht derzeit keine Gefahr für Menschen und Objekte. Wir bitten die Bevölkerung aber um Vorsicht und ersuchen, nicht notwendige Fahrten im Ortsgebiet zu unterlassen, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern", betonte Manfred Höger, Katastrophenschutzreferent im Pinzgau.

Auch in der Stadt Salzburg wurde der Hochwasserschutz entlang der Salzach aufgebaut. An 50 Stellen entlang des Flusses wurden mobile Schutzvorrichtungen hochgezogen, sagte der stellvertretende Branddirektor Werner Kloiber. "Die Freiwilligen wurden alarmiert. Sie übernehmen dabei den Hauptjob. Die Berufsfeuerwehr kümmert sich um die Membergerstraße, die eine besonders kritische Stelle ist", sagte Kloiber. Im Bereich des Alterbachs und des Gersbachs kam es zu lokalen Überflutungen. Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden.

4,8-Meter-Stand bei Salzach erwartet

Wie Michael Haybäck vom Einsatzstab der Stadt mitteilte, wird damit gerechnet, dass die Salzach in den frühen Morgenstunden des Sonntags die Warngrenze mit einem Pegelstand von 4,8 m an der Messstelle Nonntaler Brücke überschreiten wird. Die Meldegrenze von 3,8 m war bereits am späten Samstagvormittag erreicht worden. Gesperrt wurden da schon alle Fahrrad-Unterführungen entlang der Salzach.
 

Kurz verspricht Wiederaufbau-Hilfe

Noch am Samstag meldete sich Bundeskanzler Sebastian Kurz aus den USA per Twitter mit dem Versprechen, die von den Unwetterschäden betroffenen beim Wiederaufbau zu unterstützen. 

50 Einsätze in Niederösterreich

Schon am Vormittag überfluteten die Regenfälle im Bezirk St. Pölten Keller und Straßen. Rund 50 Mal mussten die Feuerwehren ausrücken. Schwerpunkte der Einsätze war der Raum Neulengbach und die Landeshauptstadt.

Rund 222 Einsatzkräfte waren den ganzen Vormittag damit beschäftigt, Keller auszupumpen und das Wasser von Straßen abzuleiten, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando St. Pölten in einer Aussendung.

Da für den Nachmittag erneut mit Regenfällen gerechnet wurde, wurden in St. Pölten und Wilhemsburg vorsorglich Maßnahmen für den Hochwasserschutz getroffen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam