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Türkei: Zwei Vermisste nach Überschwemmungen

28. Juni 2022 · Lesedauer 1 min

Starker Regen hat in der türkischen Schwarzmeerregion weiter für Überschwemmungen gesorgt.

Auf Fernsehbildern war am Dienstag zu sehen, wie sich Wassermassen an Häusern vorbeiwälzten. In der nordwestlichen Provinz Karabük wurde ein Wohnhaus von den Fluten mitgerissen, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Eine Brücke stürzte demnach ein. Todesopfer wurden zunächst nicht gemeldet. Zwei Personen wurden nach offiziellen Angaben in der Region vermisst.

In der Nachbarprovinz wurde eine Schnellstraße nach Istanbul wegen eines Erdrutschs in beide Richtungen gesperrt, wie der Sender CNN Türk berichtete. Die Katastrophenschutzbehörde Afad warnte am Dienstag den dritten Tag in Folge vor starkem Regen und weiteren Überschwemmungen in den nördlichen Provinzen.

Der Klimawissenschafter Barbaros Gönencgil sagte, die Überschwemmungen seien auch Resultat von Temperaturerhöhung des Schwarzen Meeres. Damit nehme auch die Verdunstung und der Niederschlag zu. Es gebe aber auch Fehler bei der Landnutzung und Baukonstruktionen, kritisierte er. Um die Region vor Überschwemmungen zu schützen, dürften Flussbetten nicht eingeengt werden, sondern müssten in ihrem natürlichen Zustand belassen werden.

Quelle: Agenturen