Triebwerksprobleme - NASA-Start zum Mond verzögert

28. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Kurz vor dem Start einer unbemannten "Artemis"-Mission zum Mond hat die US-Weltraumbehörde NASA Probleme mit einem der Triebwerke gemeldet. Es habe noch nicht die nötige Zieltemperatur erreicht, sagte Sprecher Derrol Nail am Montag rund eine halbe Stunde vor dem angesetzten Start.

Es werde mit Hilfe mehrerer Rechenmodelle versucht, das Problem zu lösen, hieß es weiter. Der Start sei derzeit ungeplant angehalten, teilte die NASA per Twitter rund zwanzig Minuten vor dem Beginn des Launch-Zeitraums mit.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA will mit dem ersten Start ihrer neuen Schwerlastrakete "Space Launch System" (SLS) und der Raumkapsel "Orion" einen großen Schritt in Richtung ihrer neuen Mondambitionen machen.

Im Rahmen der Mission "Artemis I" sollte das Raumschiff am Montag um 14.33 Uhr (MESZ) in Cape Canaveral starten und auf einem unbemannten, sechswöchigen Testflug um den Mond und zurück zur Erde fliegen. Mit an Bord ist auch Technologie aus Österreich.

2025 wieder Männer und Frauen am Mond

Ein halbes Jahrhundert nach Ende der Apollo-Ära dient die Mission dazu, die komplexeste und leistungsstärkste Rakete der Welt unter realen Bedingungen einem strengen Stresstest zu unterziehen, bevor sie für den Transport von Astronauten zugelassen wird. Die von Verzögerungen und Kostenüberschreitungen überschattete Entwicklung von SLS und "Orion" hat die NASA bisher mindestens 37 Mrd. Dollar (37,27 Mrd. Euro) gekostet. Das Artemis-Programm der NASA zielt darauf ab, 2025 Astronauten zum Mond zurückzubringen und eine langfristige Mondkolonie als Sprungbrett für noch ehrgeizigere zukünftige Reisen zum Mars zu errichten.

Auch die Europäische Weltraumorganisation ESA ist an der Mission beteiligt: Das europäische Servicemodul (ESM) ist für Antrieb, Energieversorgung und die Wärmeregulierung von "Orion" verantwortlich und wird die Astronauten bei künftigen Missionen mit Wasser und Sauerstoff versorgen. Die österreichischen Unternehmen TTTech und Magna haben Komponenten für die Rakete SLS, die Raumkapsel Orion und das Servicemodul ESM geliefert.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam