APA - Austria Presse Agentur

Treibhausgasemissionen 2019 wider Erwarten gestiegen 

22. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Jetzt soll die Energie- und Verkehrswende kommen. 2020 will die Regierung eine Reduktion der Emissionen.

"Ein Anstieg der Emissionen darf uns nicht mehr passieren", sagt Umweltministerin Leonore Gewessler am Mittwoch. Eigentlich hatte man eine Reduktion der Treibhausgasemissionen erwartet. Dennoch sind 2019 die Emissionen im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent gestiegen. Gewessler macht dafür vor allem den Verkehr und die Industrie verantwortlich.

Nach vorläufigen Zahlen wurden 2019 in Österreich circa 80,4 Mio. Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Gegenüber dem Jahr 2018 bedeutet das eine Zunahme von 1,8 Prozent, was 1,4 Millionen Tonnen CO2 entspricht. 

Jetzt will Gewessler die Verkehrswende weiter vorantreiben und öffentliche Verkehrsmittel und E-Mobilität weiter ausbauen. Außerdem soll der komplette Umstieg auf erneuerbare Energie erfolgen. Damit könnten dieses Jahr bereits 530.000 Tonnen CO2 eingespart werden, sagt Gewessler. Vizekanzler Werner Kogler will den "Einstieg ins Solarzeitalter und den Ausstieg aus dem Fossilzeitalter" auf den Weg bringen.

Beim EU-Finanzpaket wurde am "falschen Platz gespart", sagt Umweltministerin Gewessler. Sie bezieht sich damit auf die Kürzungen beim Klimaschutz. 

Von 2017 auf 2018 sind die Emissionen um 3,7 Prozent gesunken. Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) sah darin aber keine Trendwende. Die Reduktion habe vor allem auf einem warmen Winter und einem Wartungsstillstand eines Hochofen der Voest beruht. 

Die wichtigsten Verursacher von Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2017 waren: die Sektoren Energie und Industrie (44,9 %), Verkehr (28,8 %), Landwirtschaft (10,0 %) und Gebäude (10,1 %). 

Quelle: Redaktion / spe