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Totes Baby im Burgenland: Verdächtige werden überstellt

Heute, 07:56 · Lesedauer 1 min

Im Fall des im Jänner am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) tot aufgefundenen Neugeborenen werden die vier Festgenommenen in den nächsten Tagen nach Österreich überstellt. Unter ihnen befindet sich auch die in Deutschland ausgeforschte erst 17-jährige Mutter. Die Vernehmungen finden erst in Österreich durch Beamte des Landeskriminalamts Burgenland statt. Es gelte, den Tathergang und die Motivlage zu klären.

Das getötete Baby war am 18. Jänner von Reisenden gefunden worden. Die danach angeordnete Obduktion ergab, dass das Mädchen lebend geboren und unter Fremdeinwirkung zu Tode gekommen war.

Am gestrigen Donnerstag berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland, dass drei Rumäninnen in Deutschland - darunter die Mutter - sowie ein Mann in Rumänien festgenommen wurden. Sie sitzen in unterschiedlichen Justizanstalten. Noch fanden keine Befragungen statt, diese finden nach ihrer Überstellung statt.

Nach den Vernehmungen soll auch feststehen, wem die Tötung des Säuglings zuzuordnen ist, hieß es am Freitag aus der Landespolizeidirektion zur APA. Offen ist neben dem Tathergang auch der genaue Ort des Geschehens. Aufgefunden wurde der Leichnam in unmittelbarer Nähe des Grenzübergangs.

Zusammenfassung
  • Vier Personen, darunter die 17-jährige Mutter, wurden nach dem Fund eines toten Neugeborenen am 18. Jänner am Grenzübergang Nickelsdorf festgenommen und werden in den nächsten Tagen nach Österreich überstellt.
  • Die Obduktion ergab, dass das Mädchen lebend geboren und durch Fremdeinwirkung getötet wurde; drei der Festgenommenen sind Rumäninnen, ein weiterer Verdächtiger ist ein Mann aus Rumänien.
  • Die Vernehmungen durch das Landeskriminalamt Burgenland stehen noch aus, der genaue Tathergang sowie der Tatort sind weiterhin unklar.