APA - Austria Presse Agentur

Tirol: Milde Strafe für Hoteliers

01. Apr 2021 · Lesedauer 1 min

Wer Gäste trotz Beherbergungsverbot empfängt, muss mit einer Strafe bis zu 30.000 Euro rechnen. In der Realität fielen die Bußgelder relativ gering aus.

Es war ein medialer Aufschrei im Jänner, als bekannt wurde, dass einige Hotels in Wintertourismusregionen das Beherbergungsverbot ignorierten und ihre Zimmer vermieteten. Die Bundes- und Landesregierung reagierte, kündigte Kontrollen und scharfe Strafen an. Es werde "keine Toleranz für schwarze Schafe" geben, erklärte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).

NEOS-Gesundheitssprecher Johannes Margreiter wollte wissen, wie scharf tatsächlich kontrolliert wurde und stellte eine parlamentarische Anfrage an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Ergebnis

Für dein Zeitraum bis zum 16. Jänner 2021 liegen keine Daten vor, "da keine Aufzeichnungen geführt wurden". Anschließend wurden in Tirol insgesamt 10.238 Kontrollen durchgeführt. 29 Hoteliers und 61 Gäste wurden gestraft.

Und wie hoch war die Gesamtsumme der Strafen? 3.880 Euro. Man müsse allerdings berücksichtigen, dass "viele Strafverfahren noch nicht abgeschlossen sind", heißt es in der Beantwortung. Zur Erinnerung: Es waren und sind Strafen bis zu 30.000 Euro möglich.

Quelle: Redaktion / moe