Tim Bendzko: Nostalgie ist oft ein Trugschluss
Meist würden alte Muster dazu führen, die gleichen Fehler immer wieder zu machen - sowohl im Persönlichen als auch gesellschaftlich. "Gefühlt wird alles immer freier und offener und dann kommen plötzlich wieder die Stimmen, die uns erklären, dass wir doch bitte alle davor eigentlich Angst haben sollten."
Er hoffe, dass die Gesellschaft sich schnell wieder in eine andere Richtung dreht. "Ich glaube, dass gerade das, was uns unterscheidet, verbindet. Wir sollten uns nicht einreden lassen, Angst voreinander haben zu müssen und vor dem, was wir nicht kennen und das anders ist."
Der Musiker aus Berlin, der in Brandenburg lebt, wurde vor 15 Jahren durch seinen Hit "Nur noch kurz die Welt retten" bekannt. Es folgten Popsongs wie "Wenn Worte meine Sprache wären" oder "Keine Maschine". Am Freitag veröffentlicht Bendzko sein sechstes Album "Alles, nur nicht zurück", auf dem er über den Mut zur Veränderung und private Neuanfänge singt.
Zusammenfassung
- Tim Bendzko (40) hält Nostalgie für einen Trugschluss und meint, dass das Gehirn die Vergangenheit verklärt, indem es nur die positiven Aspekte hervorhebt.
- Der Musiker betont, dass alte Muster dazu führen, Fehler zu wiederholen, und warnt vor Stimmen, die gesellschaftliche Angst vor dem Unbekannten schüren.
- Am Freitag veröffentlicht Bendzko sein sechstes Album "Alles, nur nicht zurück", das sich mit Mut zur Veränderung und privaten Neuanfängen beschäftigt.
