APA - Austria Presse Agentur

Texas und andere US-Staaten lockern Corona-Schutzmaßnahmen

02. Mai 2020 · Lesedauer 3 min

In den USA haben Texas und mehrere andere US-Staaten ihre Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert - in anderen Regionen gab es indes Proteste gegen Anordnungen, weiterhin zu Hause zu bleiben. In Texas wurde Restaurants, Kinos und Einzelhändlern am Freitag erlaubt, in begrenztem Umfang wieder zu öffnen. In Kalifornien wurde gegen die Beschränkungen demonstriert.

In den USA haben Texas und mehrere andere US-Staaten ihre Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert - in anderen Regionen gab es indes Proteste gegen Anordnungen, weiterhin zu Hause zu bleiben. In Texas wurde Restaurants, Kinos und Einzelhändlern am Freitag erlaubt, in begrenztem Umfang wieder zu öffnen. In Kalifornien wurde gegen die Beschränkungen demonstriert.

Auch andere, mehrheitlich von Republikanern regierte Staaten wie Alabama, Idaho, Iowa und Maine lockerten die Maßnahmen am Freitag. US-Präsident Donald Trump - ein Republikaner - dringt auf die schnelle Wiedereröffnung der Wirtschaft.

Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, beharrte darauf, dass die Lockerungsmaßnahmen für den gesamten Staat gelten - trotz Protesten von Demokraten in Städten wie Dallas und Texas, die argumentierten, dass Abbott voreilig handle und damit der Gefahr eines Wiederaufflammens der Infektionszahlen Vorschub leiste.

In Texas wurden am Donnerstag 50 Tote infolge einer Covid-19-Erkrankung verzeichnet - mehr als je zuvor. Von seiner Einwohnerzahl her ist Texas der zweitgrößten US-Staat.

In mehreren US-Staaten ohne Lockerungsmaßnahmen kam es unterdessen zu Protesten. Im ländlichen Bezirk Modoc im Nordosten Kaliforniens widersetzten sich die örtlichen Behörden der Anordnung des Gouverneurs. Sie erlaubten Schulen, Kirchen und Geschäfte am Freitag, wieder zu öffnen. Sheriff William Dowdy erklärte: "Das ländliche Kalifornien muss offen sein." Am Huntington-Strand im Süden von Los Angeles versammelten sich Hunderte Demonstranten, um gegen die erneute Schließung des Strandes zu protestieren.

Während einer Protestaktion gegen Beschränkungen wegen der Pandemie waren am Donnerstag im Bundesstaat Michigan bewaffnete Demonstranten ins Parlament in der Hauptstadt Lansing eingedrungen. Mehrere Hundert Menschen versammelten sich US-Medien zufolge im Eingangsbereich des Gebäudes, das auch Amtssitz der demokratischen Gouverneurin Gretchen Whitmer ist.

Zum Teil bewaffnet, maskiert sowie Plakate und Fahnen schwenkend forderten sie das Ende des Notstandes in dem Bundesstaat. Am Wochenende sind weitere Proteste geplant, etwa im Bundesstaat Maryland - obwohl die Infektionszahlen dort nicht abnehmen.

Auch in Kalifornien demonstrierten tausende Menschen für eine Lockerung der wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen. Es gab am Freitag Proteste in mindestens elf Städten des US-Bundesstaats, darunter die Hauptstadt Sacramento sowie San Francisco, Los Angeles und San Diego.

Die Proteste richteten sich auch gegen die Entscheidung von Gouverneur Gavin Newsom, einige Strände zu schließen. Die meisten Demonstranten, die in Sprechchören "Öffnet Kalifornien" und "Freiheit" riefen, trugen keine Schutzmasken und hielten sich nicht an die Abstandsregeln. Einige schwenkten US-Flaggen und warben mit dem Slogan "Trump 2020" auch für eine Wiederwahl von Präsident Donald Trump bei der Wahl im November.

In Los Angeles, wo sich hunderte Demonstranten vor dem Rathaus versammelten, verhinderte die Polizei Zusammenstöße mit Gegendemonstranten. In Huntington Beach, gut 50 Kilometer südlich von Los Angeles, gingen tausende Menschen gegen die Schließung der dortigen Strände auf die Straße. "Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat", sagte die Demonstrantin Monica Beilhard. Die Schließung der Strände sei "überflüssig und unnötig" gewesen.

Quelle: Agenturen