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Test: Hormonpräparate wirken gegen Wechseljahrsbeschwerden

22. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Bei einer Untersuchung von Medikamenten gegen Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen hat die deutsche Stiftung Warentest nur rezeptpflichtige Hormonpräparate für "geeignet" befunden. Pflanzliche Mittel wirkten deutlich schwächer als Hormonpräparate, erklärte die Stiftung am Donnerstag. Sie bewerteten die Testerinnen und Tester als "mit Einschränkung geeignet".

Insgesamt untersuchte die Stiftung Warentest die Studienlage zu 57 Medikamenten, darunter rezeptpflichtige Hormonpräparate, das nicht-hormonelle Mittel Veoza und rezeptfreie pflanzliche Präparate. Die Wirksamkeit der Hormonpräparate, die Östrogene und Gestagene enthalten, bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen sei wissenschaftlich belegt, außerdem überwiege der Nutzen insgesamt die Risiken erklärten die Tester. Da es aber ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und langfristig für Brustkrebs gebe, sollten "Ärztin und Patientin den Einsatz gut abwägen und individuelle Beschwerden sowie Vorerkrankungen berücksichtigen".

Die getesteten pflanzlichen Präparate enthielten demnach Traubensilberkerze oder Rhapontikrhabarber, wirkten schwächer und "sollten ohne ärztlichen Rat nur einige Monate verwendet werden", fuhr die Stiftung fort. Das neue Mittel Veoza helfe zwar nachweislich gegen Hitzewallungen, jedoch gebe es bisher wenig Daten zur langfristigen Sicherheit. Auch seien Leberschäden ein seltenes Risiko, das bedacht werden solle.

Zusammenfassung
  • Die Stiftung Warentest hat 57 Medikamente gegen Wechseljahrsbeschwerden untersucht und nur rezeptpflichtige Hormonpräparate als "geeignet" eingestuft.
  • Pflanzliche Mittel wie Traubensilberkerze oder Rhapontikrhabarber wurden als "mit Einschränkung geeignet" bewertet und sollten ohne ärztlichen Rat nur für wenige Monate verwendet werden.
  • Das neue Mittel Veoza hilft nachweislich gegen Hitzewallungen, allerdings gibt es bislang wenig Daten zur langfristigen Sicherheit und ein seltenes Risiko für Leberschäden.