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Sturzfluten im Jemen forderten mindestens sieben Tote

21. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Bei Sturzfluten im Jemen sind seit Monatsbeginn mindestens sieben Menschen getötet und 85 weitere verletzt worden. Heftige Regenfälle und Überflutungen in den nördlichen Regionen des Landes hätten zu Todesopfern und zu erheblichen Schäden an Wohnhäusern sowie an Unterkünften für Binnenvertriebene geführt, teilte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) am Dienstag mit.

Bei Sturzfluten im Jemen sind seit Monatsbeginn mindestens sieben Menschen getötet und 85 weitere verletzt worden. Heftige Regenfälle und Überflutungen in den nördlichen Regionen des Landes hätten zu Todesopfern und zu erheblichen Schäden an Wohnhäusern sowie an Unterkünften für Binnenvertriebene geführt, teilte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) am Dienstag mit.

Ministerpräsident Moeen Abdulmalik Saeed erklärte die südliche Hafenstadt Aden zum Katastrophengebiet. Bei den Sturzfluten Mitte April seien mindestens fünf Frauen und zwei Kinder ums Leben gekommen, teilte Ocha mit. Sieben Menschen seien schwer verletzt worden und würden im Krankenhaus behandelt. Schlimm betroffen sei die von Rebellen kontrollierte Hauptstadt Sanaa sowie deren Umgebung.

Regierungschef Saeed rief verbündete Staaten und Hilfsorganisationen dazu auf, seinem Land "im Kampf gegen diese Krise" zu helfen. Ein AFP-Korrespondent berichtete von Fahrzeugen, die durch die Fluten in Aden auf den Straßen trieben. In der südlichen Hafenstadt hat die Regierung derzeit ihren Sitz.

Die Hilfsorganisation Oxfam teilte mit, ihr Büro in Aden sei überflutet worden. Wegen des Coronavirus versuchten viele Menschen im Jemen zu Hause zu bleiben, schrieb die Organisation im Kurzbotschaftendienst Twitter. Jedoch sei der Regen für viele eine größere Gefahr als das Virus.

Der Jemen gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 80 Prozent der Bevölkerung ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Experten befürchten eine Katastrophe in dem Bürgerkriegsland, sollte sich das Coronavirus dort stark ausbreiten. Einen ersten Infektionsfall hatte das Land am 10. April gemeldet.

Quelle: Agenturen