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Sturm in Wien: Über 50 Feuerwehreinsätze, ein Schwerverletzter

30. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Mit Windspitzen bis zu 113 km/h ist am Dienstag ein Sturm über Wien gefegt. Die Feuerwehr verzeichnete mehr als 50 Einsätze. 100 Feuerwehrleute waren am späteren Nachmittag gleichzeitig in der Bundeshauptstadt unterwegs.

In Floridsdorf wurde bei einem Arbeitsunfall ein Mann schwer verletzt. Eine Windböe trug dazu bei, dass ein Tank mit dem Gewicht einer Tonne bei einem Ladevorgang auf den Mann fiel. Der 48-Jährige wurde laut Rettung mit dem Hubschrauber ins Spital gebracht.

Entspannung erst spät in der Nacht

Starker Wind und Sturm wird noch bis in die Nacht über Ostösterreich und auf den Bergen fegen. Erst in der zweiten Nachthälfte wird es ruhiger, so die Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) . Bis 19 Uhr verzeichnete die Berufsfeuerwehr 55 Sturm-Einsätze in der Bundeshauptstadt. "Normalerweise haben wir in einem 24-Stunden-Dienst insgesamt hundert Einsätze", sagte Feuerwehrsprecher Christian Feiler im Gespräch mit der APA. Die Feuerwehr verzeichnete Sachschäden, etwa lose Äste, Fensterflügel oder Dachziegel.

147-km/h-Spitze in OÖ

Der Sturm fegte bereits am Nachmittag mit knapp 90 km/h durch die Wiener Innenstadt. Auf Bergen und exponierten Lagen wurden am frühen Nachmittag die höchsten Windspitzen gemessen: 147 km/h waren es am Feuerkogel in Oberösterreich, 114 km/h am Niederösterreichischen Jauerling und 113 km/h auf der Wiener Jubiläumswarte.

Die Kombination aus Wind und Schneefall könne - so die ZAMG - vor allem in Oberösterreich zu Problemen auf den Straßen wie Schneeverwehungen oder schlechter Sicht führen. 80 km/h wurden in Stockerau und Melk in Niederösterreich und 75 km/h in Enns und Kremsmünster in Oberösterreich gemessen.

In der zweiten Nachthälfte lässt der Wind überall allmählich nach. Am Mittwoch wird es dann in ganz Österreich deutlich ruhiger. Die ZAMG prognostiziert anfangs Wolken, teils Regen oder Schneefall und tagsüber stellenweise Auflockerungen. Länger sonnig wird es am ehesten im Süden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam