Strafantrag nach Kokain-Diebstahl bei Polizei
Der Vorfall ereignete sich im September 2025 im Landeskriminalamt Innsbruck. Kollegen ertappten einen Beamten, als er aus dem nicht besetzten Büro eines Vorgesetzten kam, in dem er offenbar nichts zu suchen hatte. Sie stellten beim verdächtigen Kollegen rund 42 Gramm Kokain sicher. Der Verdacht lag nahe, dass es sich um sichergestelltes Suchtmittel aus einem vorausgegangenen Polizeieinsatz handeln und aus dem versperrten Asservatenschrank des Vorgesetzten stammen dürfte. Der Polizist wurde nach Bekanntwerden des Falls vom Dienst suspendiert.
Die Ermittlungen hat daraufhin die Staatsanwaltschaft in Feldkirch übernommen. Wie Staatsanwältin Karin Dragosits bestätigte, wurde nunmehr der Strafantrag eingebracht. Dem Beschuldigten wird Diebstahl durch Einbruch und auch Siegelbruch - das Aufbrechen eines mit Amtssiegel verschlossenen Behälters - vorgeworfen. Zusätzlich muss sich der Tiroler Polizist wegen angeblicher Ausnutzung der Amtsstellung verantworten, da er den Diebstahl im Zuge seiner beruflichen Tätigkeit begangen haben soll. Für den beschuldigten Beamten gilt die Unschuldsvermutung.
Zusammenfassung
- Ein Tiroler Polizist wurde im September 2025 dabei ertappt, wie er rund 42 Gramm Kokain aus einem Büro im Landeskriminalamt Innsbruck entwendete.
- Die Staatsanwaltschaft Feldkirch brachte einen Strafantrag gegen den Beamten ein, dem Diebstahl durch Einbruch, Siegelbruch und Ausnutzung der Amtsstellung vorgeworfen werden.
- Der Polizist wurde nach Bekanntwerden des Falls vom Dienst suspendiert, für ihn gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
