Tragisches Unglück
Steirischer Jäger nach Jagd durch Schuss getötet
Ein 36-jähriger Waidmann hatte einem 57-Jährigen dessen Waffe zurückgegeben, als sich der Schuss löste. Der 42-Jährige wurde in den Kopf getroffen und starb an der Unglücksstelle.
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen, man geht aber bisher nicht von einer vorsätzlichen Tat aus, teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Montag mit.
Schuss löste sich beim Waffe zurückgeben
Zu dem tödlichen Zwischenfall war es am Sonntag gegen 18.50 Uhr in einem Wald in Gabersdorf (Bezirk Leibnitz) gekommen. Die drei Jäger aus dem Bezirk Leibnitz wollten ein zuvor vom 57-Jährigen erlegtes Wildschwein in ein Fahrzeug verladen. Der Schütze half dem 42-Jährigen dabei und übergab seinem 36 Jahre alten Kollegen sein Gewehr.
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Nach dem Verladen wollte der 36-Jährige die Waffe wieder an den 57-Jährigen zurückgeben. In diesem Moment löste sich ein Schuss. Das Projektil traf den danebenstehenden 42-Jährigen am Kopf. Seine Jagdbegleiter setzten umgehend die Rettungskette in Gang, der eingetroffene Notarzt konnte aber nur mehr den Tod des Mannes feststellen.
Die Angehörigen des Getöteten wurden vom Kriseninterventionsteam (KIT) betreut. Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete eine Obduktion des Leichnams sowie die Beiziehung eines Sachverständigen für Waffenwesen und Ballistik an.
Zusammenfassung
- Ein 42-jähriger Jäger ist am Sonntag gegen 18.50 Uhr im südsteirischen Gabersdorf (Bezirk Leibnitz) durch einen Kopfschuss aus einem Jagdgewehr tödlich verletzt worden.
- Der Unfall ereignete sich, als ein 36-jähriger Waidmann das Gewehr an einen 57-jährigen Kollegen zurückgab und sich dabei ein Schuss löste, während die drei Männer ein Wildschwein verluden.
- Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen, es wird nicht von Vorsatz ausgegangen, und die Staatsanwaltschaft Graz ordnete eine Obduktion sowie die Einbindung eines Waffenexperten an.
