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Steirer verlor hunderttausende Euro durch Betrug

19. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Ein 49 Jahre alter Oststeirer ist bei einem privaten Aktiendeal um mehrere hunderttausend Euro betrogen worden. Der Mann war von einer Frau telefonisch kontaktiert und zum Kauf von vorbörslichen Wertpapieren - mit offenbar sagenhaften Ertragsaussichten - überredet worden. Die Deals liefen von August bis November, dann riss der Kontakt ab. Der Mann verständigte daraufhin die Exekutive.

Der im Bezirk Südoststeiermark ansässige Mann wurde Anfang August 2020 von einer ihm unbekannten Frau angerufen. Diese gab sich als Mitarbeiterin einer Vermögensverwaltungsfirma aus. Die Frau - sie wirkte auf den Steirer ausgesprochen kompetent - überredete ihn zum Ankauf von sogenannten IPO (Initial Public Offerings), also vorbörslichen Aktien.

Nach weiteren Kontakten über E-Mail und anderen Kommunikationsplattformen kaufte der Mann im Zeitraum von 13. August bis 3. November 2020 zahlreiche IPO im Gesamtwert von mehreren hunderttausend Euro. Das Geld wurde in mehreren Tranchen auf ein Konto in Großbritannien überwiesen. Seit Montag konnte der 49-Jährige aber keinen Kontakt mehr zu der vermeintlichen Vermögensberaterin bzw. der von ihr angegebenen Firma herstellen. Das Geld dürfte wohl abzuschreiben sein.

Die Polizei warnte in diesem Zusammenhang, sich nicht von hohen Gewinnaussichten zu einem Geschäft verleiten zu lassen. Bei telefonischen Angeboten oder solchen per E-Mail müsse besondere Vorsicht walten lassen - noch dazu, wenn der Kontakt zu einem "Vermögensberater" unangekündigt zustande gekommen ist. Echte Vermögensberater sind nachweislich zertifiziert, ebenso wie Bankinstitute.

Quelle: Agenturen