APA/APA (Webpic)/hex

Steiermark: Verdacht auf Mord und Selbstmord

02. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Ein 87-Jähriger soll am Donnerstag auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Schladming (Bezirk Liezen) in der Steiermark seine 78-Jährige Frau im Schlaf getötet und sich anschließend selbst mit der Tatwaffe, einer Schrotflinte, erschossen haben.

Das berichtete die Landpolizeidirektion Steiermark. Als möglicher Grund für die Tat wurden gesundheitliche Probleme des Mannes genannt.

Ehepaar leblos aufgefunden

Die Polizei wurde in den frühen Morgenstunden über das mögliche Tötungsdelikt mit einem Gewehr alarmiert, nachdem Familienangehörige das pensionierte Ehepaar gegen 5.45 Uhr leblos und mit schweren Schussverletzungen im seinem Schlafzimmer aufgefunden hatte. Die Angehörigen machten die Entdeckung, nachdem das Paar nicht wie gewohnt zum Frühstück erschienen war. Alarmierte Rettungskräfte konnten nur mehr den Tod der beiden feststellen.

Schrotflinte als Tatwaffe

Die weiteren Ermittlungen hat das Landeskriminalamtes Steiermark, Außenstelle Niklasdorf, übernommen, Tatortbeamte sowie Gerichtsmediziner standen bereits für die Spurensicherung im Einsatz. Als Tatwaffe wurde eine offenbar nicht registrierte Schrotflinte sichergestellt. Der bisher unbescholtene 87-Jährige hatte jedoch auch ein waffenrechtliches Dokument und war rechtmäßig im Besitz von mehreren Jagdwaffen gewesen, berichtete die Polizei.

Angehörige schwer betroffen

Die Staatsanwaltschaft Leoben ordnete die Obduktion der beiden Leichen an, um Aufschluss über den genauen Tatablauf zu bekommen, die Auswertung sichergestellter Spuren ist noch ausständig. Laut den bisherigen Ermittlungen dürfte der 87-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach krankheitsbedingt in medizinischer Behandlung gewesen sein, was auch das Motiv der Tat gewesen sein könnte. Die schwer betroffenen Angehörigen wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Quelle: Agenturen