Sprengstofffund auf deutscher Autobahn
Die Fahrerin des Wagens und ihr Beifahrer sollten am Freitagnachmittag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Nürnberg vorgeführt werden. Dort sollte eine Entscheidung über eine mögliche Untersuchungshaft gegen die beiden fallen. Die Ermittlungen liefen laut LKA wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Verstößen gegen das Sprengstoffrecht.
Polizisten hatten das Auto in der Nacht auf Freitag auf der A3 bei Wiesent (Landkreis Regensburg) kontrolliert. Ob es sich um eine verdachtsunabhängige oder gezielte Kontrolle handelte, blieb zunächst unklar. Im Wagen entdeckten die Beamten gegen 2.00 Uhr kurz vor der Ausfahrt Wiesent/Wörth an der Donau "sprengstoffverdächtige Gegenstände". Ein größeres Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort daraufhin großräumig ab.
Wegen der vermuteten Explosionsgefahr wurden Spezialisten des Landeskriminalamts aus München angefordert. Die kamen zu dem Schluss, dass die verdächtigen Gegenstände zu gefährlich für einen Transport nach München wären - und sprengten den Fund kontrolliert an Ort und Stelle. Die Detonation sei um 8.45 Uhr erfolgt, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. "Es war ein lauter Knall."
Die Experten des Landeskriminalamts nahmen die Reste des gesprengten Funds mit nach München. Unklar blieb zunächst, welche Gegenstände genau in dem Wagen gefunden worden waren. Die Reste der Detonation sollen in den kommenden Tagen und Wochen am kriminaltechnischen Institut untersucht werden, sagte ein LKA-Sprecher.
Zusammenfassung
- In der Nacht auf Freitag entdeckte die Polizei gegen 2.00 Uhr auf der A3 bei Wiesent (Landkreis Regensburg) in einem Auto sprengstoffverdächtige Gegenstände und sicherte den Einsatzort mit einem Großaufgebot ab.
- Die Spezialisten des Landeskriminalamts München sprengten die gefährlichen Funde um 8.45 Uhr vor Ort, da ein Transport zu riskant gewesen wäre, und brachten die Überreste zur weiteren Untersuchung nach München.
