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SOS-Kinderdorf trennte sich von einer Geschäftsführerin

Heute, 15:52 · Lesedauer 2 min

SOS-Kinderdorf hat am Freitag mit sofortiger Wirkung die Trennung von Nora Deinhammer, einer der Geschäftsführerinnen, bekanntgegeben. Der Aufsichtsrat und Deinhammer "haben sich im Rahmen eines geordneten, respektvollen Prozesses einvernehmlich auf die Auflösung des Dienstverhältnisses verständigt", hieß es in einer Mitteilung ohne weitere Begründung. Ihre Zuständigkeiten werden von den zwei verbleibenden Geschäftsführerinnen Annemarie Schlack und Carolin Porcham übernommen.

Deinhammer kam 2012 als Fachbereichsleiterin für Kommunikation und Mittelbeschaffung zu SOS-Kinderdorf und wurde mit Jänner 2019 Mitglied der Geschäftsführung. In ihren Verantwortungsbereich fielen die Weiterentwicklung von Fundraising und Kommunikation, Markenführung, Innovation und Digitalisierung. Zudem trug sie zur Organisationsentwicklung sowie zur historischen Aufarbeitung von SOS-Kinderdorf bei.

"Der Aufsichtsrat hat sie als integre und authentische Führungspersönlichkeit schätzen gelernt", teilte Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Santner der APA in der Stellungnahme mit. Das Gremium dankte Deinhammer "für ihren langjährigen Einsatz und die geleistete Arbeit und wünscht ihr für den weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute".

SOS-Kinderdorf Österreich durchlebt seit September die größte Krise in seiner Geschichte. Nachdem die Wochenzeitschrift "Falter" mit der Veröffentlichung einer bis dahin nur intern bekannten Studie zu Missbrauchsfällen in diversen Einrichtungen eine Lawine losgetreten hatte, blieb kein Stein auf dem anderen.

Zusammenfassung
  • SOS-Kinderdorf hat sich am Freitag mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführerin Nora Deinhammer getrennt, ihre Aufgaben übernehmen Annemarie Schlack und Carolin Porcham.
  • Deinhammer war seit 2012 im Unternehmen, ab Jänner 2019 in der Geschäftsführung, und verantwortete unter anderem Fundraising, Kommunikation und Digitalisierung.
  • Die Trennung erfolgt inmitten der größten Krise des SOS-Kinderdorfs Österreich, nachdem im September eine Studie zu Missbrauchsfällen durch "Falter" öffentlich wurde.