APA - Austria Presse Agentur

Sommerbuchungen bei AUA in letzten Wochen verdoppelt

29. Apr 2021 · Lesedauer 3 min

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech berichtet von einer deutlichen Zunahme bei den Sommerbuchungen. Er rät, Passagieren jetzt ihren Sommerurlaub zu buchen. Für das Jahr 2021 rechnet er mit tiefroten Zahlen.

Auch im ersten Quartal 2021 hat die Austrian Airlines (AUA) aufgrund der Corona-Pandemie deutliche Verluste eingefahren. AUA-Chef Alexis von Hoensbroech berichtete am Donnerstag von einem operativen Verlust von 106 Millionen Euro. Zuletzt seien jedoch die Sommerbuchungen angesprungen.

"Jeden Tag kommen jetzt mehrere tausend Buchungen für den Sommer herein", sagte Hoensbroech in einer Onlinepressekonferenz. Die Zahlen hätten sich in den vergangenen paar Wochen verdoppelt, freilich von einem sehr niedrigem Niveau. Im Juli will die AUA 100 Ziele anfliegen, schwerpunktmäßig südliche Sonnenziele, und dann die Hälfte ihrer Kapazitäten in der Luft haben.

Ergebnis 2021 weniger schlecht als 2020

Im Gesamtjahr rechnet der AUA-Chef trotz der steigenden Nachfrage mit tiefroten Zahlen. Prognosen seien zur Zeit wenig belastbar. Die Zahlen würden aber viel weniger schlecht ausfallen als 2020. Die Corona-Pandemie hat bei der AUA die Passagierzahlen auf Bruchteile von Normalzeiten reduziert.

Fakt sei, wenn die Nachfrage im Sommer zurückkomme, sei die Krise nicht vorbei. Sorgen, dass am Weg aus der Krise morgen oder übermorgen das Staatsgeld ausgeht, hat der AUA-Chef derzeit nicht. Vieles hängt aber vom erhofften Sommer-Aufschwung ab. Die Rückkehr der Geschäftsreisenden werde am längsten dauern.

AUA-Chef rät zu Sommerbuchungen

Passagieren riet der AUA-Chef eher jetzt schon für den Sommer zu buchen. Denn im Augenblick seien die Preise noch günstig und Kapazitäten frei, zudem herrschten liberale Umbuchungsmöglichkeiten. Wenn es aber einmal los gehe, vor allem wenn der "Grüne Pass" für mehr Reisefreiheit da sei, könnte man schlagartig von einer Buchungswelle überrollt werden.

Ein Engpass für Airlines könnten da Piloten werden. Der einen oder anderen Konkurrenzairline könnte das Hochfahren demnach schwerer fallen als der AUA, die Piloten ja nicht entlassen, sondern in Kurzarbeit und weitestgehend in ihrer Lizenz gehalten hat. Piloten müssen eine bestimmte Zahl von Flügen absolvieren, um ihre Lizenz zu halten.

Hoensbroech bleibt AUA erhalten

In einer Mitarbeiterversammlung am Donnerstag hat Hoensbroech mitgeteilt, dass er der Airline in Wien erhalten bleiben wird. In Fachmedien war er als ein Kandidat für den Chefposten der SAS genannt worden. Er bestätigte, dass ihn ein Personalberater angerufen habe, das sei normal in der Branche. "Ich habe letzte Woche die SAS informiert, dass ich nicht zur Verfügung stehe", sagte Hoensbroech am Vormittag vor den Medien. Er sei sehr gern in Österreich und es wäre kein günstiger Augenblick, von der AUA zu gehen.
 

Quelle: Agenturen / apb