"So denkt Österreich"-Umfrage: Nur 4 Prozent fahren mit dem Zug in den Urlaub

28. Juni 2021 · Lesedauer 4 min

PULS 24 und Café Puls haben die Österreicherinnen und Österreicher zum Thema Urlaubsplanung während der Corona-Pandemie befragt.

Die Sommerferien rücken näher und der Urlaub ist für viele zum Greifen nah. Zwischen Lockerungen und sinkenden Neuinfektionen, bereitet die Ausbreitung der Delta-Variante den Experten Sorgen.

Meinungsforscher Christoph Haselmayer analysiert bei in Café Puls die Ergebnisse der großen Umfrage "So denkt Österreich".

PULS 24 und Café Puls haben deshalb, gemeinsam mit Meinungsforscher Christoph Haselmayer, die Zuseherinnen und Zuseher via TV zum Thema Urlaub befragt. Insgesamt nahmen 2.746 Österreicherinnen und Österreicher an der Umfrage teil.

Beeinflusst die Corona-Pandemie Ihre Urlaubsplanung?

Für fast zwei Drittel der Befragten ist die Corona-Pandemie ein Thema bei der Urlaubsplanung. Das zeigt die "So denkt Österreich"-Umfrage. Insgesamt geben 65 Prozent an, dass Corona ihre Urlaubsplanung beeinflusst – 34 Prozent planen unabhängig von der Pandemie ihren Urlaub. "Man merkt, dass sich die Leute Gedanken machen: Wohin fahre ich auf Urlaub? Wie mache ich das mit Corona? Könnte ich in meinem Urlaub von Corona überrascht werden?", sagt Christoph Haselmayer, Geschäftsführer des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse. Demnach habe die Pandemie durchaus eine Auswirkung "auf den Urlaub, wie wir ihn verbringen", fasst Haselmayer zusammen.

PULS 24/IFDD

Wohin geht der Urlaub diesen Sommer?

Bei dieser Frage scheinen die Österreicherinnen und Österreicher ausgeglichen zu sein. Die Umfrage zeigt, dass 26 Prozent für einen Urlaub in Österreich sind und genau gleich viel ins Ausland fahren wollen. Dabei zieht es vor allem Vorarlberger, Salzburger und Tiroler eher ins Ausland. Niederösterreicher und Burgenländer bevorzugen den Urlaub Daheim. 22 Prozent wollen beides - sowohl Urlaub in Österreich wie auch eine Reise ins Ausland.

Man merke, dass die "Menschen wieder ins Ausland drängen", sagt Haselmayer auf PULS 24. "Viele sagen auch: Im Ausland ist es mir noch zu unsicher", erklärt er weiter. Dennoch würde die Umfrage auch zeigen, dass auch die Österreich-Urlauber sich "nicht einschränken lassen".

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Wie reisen Sie dieses Jahr in den Urlaub?

Für eine Großteil der Österreicherinnen und Österreicher wird der diesjährige Sommerurlaub wohl ein Roadtrip werden. Die "So denkt Österreich"-Umfrage hat gezeigt, dass 61 Prozent der Befragten mit dem Auto in den Urlaub fahren wollen. 15 Prozent planen eine Flugreise. Weit abgeschlagen, mit nur 4 Prozent, ist der Zug.

Das Ergebnis zeige laut Haselmayer: "Die Menschen wollen eigentlich auf Nummer sich gehen". Mit dem Auto könne man kurzfristiger den Urlaub planen und "wenn was passiert, sind wir relativ schnell wieder Zuhause", erklärt er im Interview. Auch würden viele es ausnützen, dass beliebte Reiseziele, wie z.B. Venedig, nicht von Touristen überlaufen sind.

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Corona: Gibt es finanzielle Einbußen bei der Urlaubsplanung?

Die Corona-Pandemie scheint auf einen Großteil der Befragten zu keinen finanziellen Einbußen geführt haben. Laut der Umfrage können 68 Prozent ihren Urlaub wie gewohnt sorglos planen. Auch innerhalb des Geschlechts oder dem Alter zeigt sich hier kein großer Unterschied.

Generell sei dies ausgeglichen. Salzburg weist mit 35 Prozent knapp den höchsten Wert auf. Das deute laut Haselmayer auf die große Rolle des Tourismus in Salzburg hin, wodurch es vermutlich zu den finanziellen Einbußen gekommen sei. Prinzipiell zeige sich, dass "je höher de Bildungsgrad, desto weniger Einbußen habe ich", sagt Haselmayer.

Dabei planen 38 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher einen Urlaub zwischen 501 Euro und 1.500 Euro. Nur 8 Prozent wollen mehr als 3.500 Euro für ihren Sommerurlaub zahlen. 11 Prozent möchten zwischen 100 Euro und 500 Euro dafür ausgeben.

Auch hier zeigt sich der Unterschied im Bildungsgrad: "Je höher der Bildungsgrad, desto mehr gebe ich für den Urlaub aus", erklärt Haselmayer. Generell sei Vorarlberg an dieser Stelle der Umfrage "Überrepräsentativ". Mit 13 Prozent geben die Vorarlberger am häufigsten mehr als 3.500 Euro für den Urlaub aus. Laut Haselmayer schlagen sich hier die Pendler nieder, die in Vorarlberg leben, aber in der Schweiz oder in Liechtenstein arbeiten.

PULS 24/IFDD

Zur Umfrage

Stichprobengröße: n= 5927  / Maximale Schwankungsbreite: +/- 1,3 %  Untersuchungszeitraum: 14. Juni 2021 – 18. Juni 2021 / Nicht repräsentativ, ungewichtete Ergebnisse

So denkt Österreich

Jeden Montag kann ab sofort über Themen, die die Österreicherinnen und Österreicher bewegen, im Live-TV abgestimmt werden. Einfach QR-Code am Bildschirm mit der Handykamera scannen oder auf die Website cafepuls.ifdd.at surfen und los geht es.

Das Institut für Demoskopie & Datenanalyse, Café Puls und PULS 24 werfen dabei einen sehr detaillierten Blick auf die aktuellen Top-Themen des Landes. Im Vordergrund stehen die Seherinnen und Seher. Die Ergebnisse der Befragung der aktuellen Woche werden jeden Freitag ausgewertet und am Montag live im TV analysiert. In der aktuellen Umfrage geht es um das Thema "Nachhaltigkeit und Fleischkonsum" - unter  cafepuls.ifdd.at  können Sie daran teilnehmen.

Quelle: Redaktion / pea