APA - Austria Presse Agentur

Sinnflutartige Regenfälle und Überschwemmungen in Sizilien

27. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Der Süden Italiens hat mit schweren Unwettern und Überflutungen zu kämpfen. Besonders schwer getroffen wurde die Stadt Catania in Sizilien, die teilweise komplett überschwemmt wurde. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht.

Seit Montag gehen extreme Unwetter über den Osten Siziliens und Teilen Kalabriens am Südzipfel von Italien nieder. In Catania – am Fuße des Ätna – wurden Teile der Stadt komplett überschwemmt. In etliche Häuser flossen Wasser und Schlamm, teilweise fiel der Strom aus. Die Fluten forderten am Dienstag ein Todesopfer und mehrere Verletzte.

Der Mann soll gestorben sein, weil er ersten Erkenntnissen zufolge mit seinem Auto auf einer überschwemmten Straße stecken blieb. Offenbar stieg der 53-Jährige aus seinem Wagen aus und wurde vom Wasser erfasst. Laut Nachrichtenagentur ANSA fanden Rettungskräfte den Mann leblos unter seinem Auto. Er konnte nicht mehr wiederbelebt werden. Bereits am Sonntag war nahe Catania ein Mann gestorben, dessen Auto von den Wassermassen erfasst wurde. Seine Leiche wurde geborgen. Seine Frau, die auch im Fahrzeug war, konnte bisher nicht gefunden werden.

Catanias Bürgermeister Salvo Pogliese schrieb am Dienstag auf Facebook von Unwettern, "die es in dieser Kraft und mit dieser Intensität" noch nie gegeben habe. Er ordnete an, bis Mitternacht aus Sicherheitsgründen alle Geschäfte zu schließen – mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelläden. Die Einwohnerinnen und Einwohner Catanias sollten ihre Häuser nicht verlassen.

Schäden für Landwirtschaft und Infrastruktur

Der Landwirtschaftsverband Coldiretti betonte, dass die gewaltigen Stürme eine Region wie Sizilien trafen, wo bis zu 92,3 Prozent der Gemeinden teilweise Risiken von Landrutschen oder Überschwemmungen haben, da das Land die gewaltigen Wassermassen nicht aufnehmen kann.

Die Situation sei in Kalabrien noch schlimmer, wo sogar 100 Prozent der Gemeinden betroffen seien, erklärte Coldiretti. Die Folgen seien große Schäden für die Infrastruktur und die Landwirtschaft. Die geschätzten Kosten für diese Schäden würden sich dieses Jahr bereits mit zwei Milliarden Euro niederschlagen. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb