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Sieben Jahre Haft für Mutter wegen Gewalt gegen Tochter

01. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Eine 45-jährige Frau ist am Montag am Landesgericht Feldkirch wegen fortgesetzter Gewaltausübung gegenüber ihrer Tochter zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau in den vergangenen Jahren ihre heute elf Jahre alte Tochter immer wieder geschlagen und an den Haaren gezogen hat. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, berichtete der ORF Vorarlberg. Die Vorwürfe gegen die Mutter reichten bis ins Jahr 2015 zurück.

Die 45 Jahre alte Frau soll ihre Tochter ab dem Alter von sechs Jahren wiederholt an den Haaren gezogen haben, auch habe es Schläge gegen den Rücken, Oberschenkel und ins Gesicht gegeben. Laut Anklage wurden dabei die Schläge nicht nur mit der Hand, sondern auch mit Flip-Flops oder einem Gürtel ausgeführt. Vor Gericht bestritt die Angeklagte, ihre Tochter geschlagen zu haben. An den Haaren habe sie das Kind höchstens dann gezogen, wenn die Haare schmutzig gewesen seien. Damit habe sie ihrem Kind verdeutlichen wollen, dass es Zeit ist, die Haare zu waschen.

Belastet wurde die 45-Jährige aber sowohl von der Tochter als auch von ihrem Ex-Mann, dem Vater der Elfjährigen. Das Mädchen skizzierte in einer vor einigen Monaten aufgezeichneten Befragung das Verhalten der Mutter, wonach diese zunächst geschrien habe und dann immer gewalttätiger geworden sein. Der Vater sagte aus, dass seine Ex-Frau immer schon aggressiv gewesen sei. Mittlerweile lebt das Mädchen bei ihrem Vater.

Das Gericht hielt die Angaben des Mädchens für glaubwürdig und nachvollziehbar und hatte demnach keine Zweifel an der Schuld der 45-Jährigen. Sie wurde zu einer siebenjährigen Haftstrafe sowie zur Zahlung von 1.000 Euro Schmerzengeld verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Quelle: Agenturen