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Sextoys enthalten Chemikalien und versenden Nutzungsdaten

Heute, 07:00 · Lesedauer 1 min

Drei von 18 getesteten Sextoys senden Nutzungsdaten, zwei beinhalten die Chemikalie Nonylphenol, die fortpflanzungsschädigend sein kann. Das zeigt eine Überprüfung von Produkten wie Dildos, Vibratoren und Masturbatoren im Preisbereich von 20 bis 209 Euro durch den Verein für Konsumenteninformation (VKI) mit der deutschen Schwesterorganisation Stiftung Warentest. Die getesteten Artikel sind in Österreich erhältlich, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des VKI.

Besonders kritisch bewertet wurden die App-gesteuerten Sextoys. Drei davon senden sensible Daten wie Nutzungsstatistiken sowie User- und Geräte-IDs an die Hersteller. Eine App übermittelt sogar Daten an ChatGPT. Die drei Produkte schnitten mit der Note "nicht zufriedenstellend" ab. Diese Sextoys sollten möglichst ohne die dazugehörige App verwendet werden, empfiehlt der VKI.

Ein Dildo und ein Masturbator enthielten Nonylphenol. Obwohl der Grenzwert laut EU-Chemikalienverordnung nicht überschritten wurde, kann eine regelmäßige Benutzung den Hormonhaushalt beeinträchtigen, warnten die Konsumentenschützer. Alle fünf in Sachen Datenschutz oder Gesundheit beanstandeten Lovetoys sollten nicht bedenkenlos genutzt werden.

(S E R V I C E - Ausführliche Testergebnisse: www.vki.at/sextoys-2026 )

Zusammenfassung
  • Von 18 in Österreich erhältlichen Sextoys, die vom VKI und der Stiftung Warentest geprüft wurden, senden drei Produkte Nutzungsdaten wie User- und Geräte-IDs an die Hersteller, wobei eine App sogar Daten an ChatGPT übermittelt.
  • Zwei der getesteten Artikel – ein Dildo und ein Masturbator – enthalten die Chemikalie Nonylphenol, die laut Konsumentenschützern auch unterhalb des EU-Grenzwerts den Hormonhaushalt beeinträchtigen kann.
  • Insgesamt wurden fünf Produkte wegen Datenschutz- oder Gesundheitsbedenken beanstandet und vom VKI als nicht bedenkenlos nutzbar eingestuft.