APA - Austria Presse Agentur

Seilbahnunglück in Italien: Ermittlungen gegen neun weitere Personen

02. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Der Kreis der Verdächtigen rund um das Seilbahnunglück am italienischen Lago Maggiore mit 14 Toten hat sich um weitere neun Verdächtige erweitert. Die Gesamtzahl der Verdächtigen wegen fahrlässiger Tötung beträgt nun zwölf Personen.

Die Untersuchung rund um das Seilbahnunglück am Lago Maggiore am 23. Mai mit 14 Toten zieht weitere Kreise. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Verbania hat Ermittlungen gegen weitere neun Personen aufgenommen. Damit wächst die Zahl der Verdächtigten wegen des Unglücks auf der Seilbahn Stresa-Mottarone auf insgesamt zwölf, berichteten italienische Medien.

Ermittelt wird auch gegen die Seilbahngesellschaft "Ferrovie del Mottarone", sowie gegen die Südtiroler Gruppe Leitner, die für die Wartung der Seilbahnanlage zuständig war. Ermittelt wird unter anderem gegen Vorstandsvorsitzenden Anton Seeber, sowie gegen drei weitere Mitarbeiter Leitners. "Wir haben noch keine offizielle Mitteilung seitens der Staatsanwaltschaft erhalten. Wir planen eine Pressemitteilung, sobald wir Näheres erfahren", berichtete Leitner-Pressesprecher Maurizio Todesco auf APA-Anfrage.

Die Ermittlungen rund um das Seilbahnunglück am Lago Maggiore am Sonntag mit 14 Todesopfern laufen auf Hochtouren.

Sicherheitssystem abgeschaltet

Das tödliche Seilbahnunglück am Lago Maggiore ist offenbar durch die absichtliche Abschaltung eines Sicherheitssystems ausgelöst worden. Bei dem Unglück starben Familien, junge Paare und zwei Kinder. Ein fünfjähriger Bub ist der einzige Überlebende. Wegen des Unglücks wurde bisher gegen drei Mitarbeiter der Seilbahn Stresa-Mottarone ermittelt, die festgenommen wurden und nach drei Tagen wieder frei kamen.

Mehr dazu

Quelle: Agenturen / Redaktion / APA/hos