Sechsstelliger Schaden: Gemeinde suspendiert Amtsleiter
Aufgefallen sei die Sache am Mittwoch dieser Woche. Im Zuge interner Prüfungen habe sich der "Verdacht auf Rechnungsfälschung und die missbräuchliche Verwendung von Gemeindemitteln durch den Amtsleiter" erhärtet, heißt es in der Aussendung. Ob der entstandene Schaden im oberen oder im unteren sechsstelligen Bereich liegt, wollte der Bürgermeister nicht sagen. Der Verdächtige habe gegenüber der Gemeinde die Taten zugegeben und zugesagt, bei der vollständigen Aufklärung mithelfen zu wollen.
"Wir werden unsere Möglichkeiten voll ausschöpfen. Der Schutz des Gemeindevermögens und eine lückenlose Aufklärung haben oberste Priorität. Dieser Fall stellt einen schweren Vertrauensbruch gegenüber der Gemeinde dar. Ich bin persönlich und menschlich enttäuscht", sagte der Bürgermeister. Es sei eine Welt für ihn zusammengebrochen, er hätte es nie für möglich gehalten, dass ihn in seiner Zeit als Bürgermeister so ein Vorfall treffen könnte.
Parallel dazu überprüft die Gemeinde laut dem Ortschef nun ihre internen Kontrollmechanismen und wird Maßnahmen setzen, um künftig derartige Vorfälle bestmöglich zu verhindern. "Die Gemeinde hat damit alle rechtlich vorgesehenen Schritte ausgeschöpft", so der Bürgermeister.
Zusammenfassung
- Der Amtsleiter einer Gemeinde im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck soll mit gefälschten Rechnungen und missbräuchlicher Verwendung von Gemeindegeldern einen Schaden im sechsstelligen Bereich verursacht haben.
- Der Bürgermeister hat den Mitarbeiter nach Bekanntwerden am Mittwoch suspendiert, Anzeige bei der Landespolizeidirektion Linz erstattet und betont, dass der Schutz des Gemeindevermögens und eine lückenlose Aufklärung oberste Priorität haben.
- Die Gemeinde überprüft nun interne Kontrollmechanismen und will Maßnahmen setzen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
