Schutzbauten trotzen starkem Lawinenwinter
Das Umweltministerium (BMLUK) zog zum Ende der Saison trotz der herausfordernden Situation beim Schutz von Siedlungsräumen und der Infrastruktur eine positive Bilanz. Im BMLUK ist der "Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung" (WLV) angesiedelt. Die von der WLV geplanten und errichteten Schutzverbauungen sowie ein konsequentes Schutzwald-Management haben sich im heurigen Winter bewährt, hieß es in einer Aussendung des Ministeriums.
Schäden seien durch gezielte Präventionsmaßnahmen verhindert und Evakuierungen vermieden worden. Wirkungsvoll hätten sich dabei Anbruchverbauungen gezeigt, die in Höhen bis 3.000 Meter Schneemassen zurückhalten, aus denen sich ansonsten Lawinen entwickeln würden.
"Die vorausschauenden Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren - allein 155 Millionen Euro im Jahr 2025 - sind essenziell für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher", sagte Totschnig. Laufende Projekte wie beispielsweise der Bannwald Hallstatt (Oberösterreich), die Gweil-Lawine (St. Gallenkirch, Vorarlberg) oder die Lahnkendel-Lawine (Saalbach-Hinterglemm, Salzburg) werden weiter fortgesetzt. Zudem seien zahlreiche neue Projekte in Aussicht, etwa die Kopfkrax-Lawine (Waidring, Tirol) und die Eiskar-Lawine (Ramsau, Steiermark).
Zusammenfassung
- In der aktuellen Wintersaison gab es 29 Lawinentote, darunter viele erfahrene Tourengeher und Variantenfahrer sowie zahlreiche ausländische Opfer.
- Durch gezielte Präventionsmaßnahmen und den Einsatz von Schutzbauten wie Anbruchverbauungen bis 3.000 Meter konnten Schäden und Evakuierungen verhindert werden.
- Für 2025 sind Investitionen von 155 Millionen Euro in den Schutz vor Naturgefahren vorgesehen, laufende und neue Projekte in mehreren Regionen werden weitergeführt.
