APA - Austria Presse Agentur

Schulöffnungen: Aufregung um Infoblatt des Bildungsministeriums

26. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

In einem Schreiben, das PULS 24 vorliegt, schlägt das Bildungsministerium die Anmietung zusätzlicher Räume für Schulklassen vor. Darin enthalten sind auch Empfehlungen wie diese Räume aussehen sollen.

Unterricht im Gemeindesaal statt im Klassenzimmer? So könnte der Schulalltag nach dem 7. Dezember aussehen, wenn der Präsenzunterricht wieder startet. Damit der Unterricht an Schulen möglichst sicher abläuft, schlägt das Bildungsministerium vor, die Schulklassen in zusätzlichen Räumen unterzubringen, wenn dies "organisatorisch" und "räumlich" möglich ist.

Dadurch soll die Einhaltung des Sicherheitsabstandes gewährleistet werden.

In einem Infoblatt gibt das Ministerium zusätzlich Empfehlungen, wie die Räume aussehen sollen. Darin steht etwa, die Räume sollen "groß und hell" sein. Der Raum müsse Tageslicht bieten und solle keine bodenhohen Fenster haben, da sonst "Absturzgefahr" bestehe. Garderoben sollen angeboten werden und die Räume sollen mit einer "Tafel, Flip-Chart, Beamer, Leinwand oder Ähnlichem" ausgestattet sein.

Auch die richtigen Möbel und ausreichend Sanitäranlagen sollten vorhanden sein. "Auf die passende Größe von Schultischen und Sesseln ist zu achten".

Das Ministerium schlägt vor, dafür "gemeindeeigene Räumlichkeiten", wie Gemeindesäle und Mehrzweckhallen, zu nutzen. Für etwaige Zusatzkosten (Heizung, Reinigung) will der Bund aufkommen.

"In Zeiten einer Pandemie, die uns allen Vieles abverlangt und für alle eine Herausforderung darstellt, braucht es leider Überbrückungs- und Notfalllösungen", endet Minister Heinz Faßmann den Brief. 

PULS 24
Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe