APA - Austria Presse Agentur

Schnee: Straßensperren und Einsätze im Süden Österreichs

03. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Massive Schneefälle in Osttirol und Kärnten am Wochenende. In Lienz stürzte am Samstagabend ein ehemaliges Lagerhausgebäude unter der Last der Schneemassen ein, verletzt wurde dabei niemand.

Die massiven Schneefälle haben am Wochenende zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen sowie Straßensperren im Süden Österreichs geführt. Betroffen waren Osttirol und Teile Kärntens. In Lienz stürzte am Samstagabend ein ehemaliges Lagerhausgebäude unter der Last der Schneemassen ein, verletzt wurde dabei niemand. Die Felbertauernstraße wurde wegen der hohen Lawinengefahr gesperrt. Im Bleiberger Hochtal (Bezirk Villach-Land) fielen indes fast 90 Zentimeter Schnee.

Gebäudeeinsturz in Lienz

Bei dem Gebäudeeinsturz in Lienz wurde die Nußdorfer Straße auf einer Länge von 70 Metern verschüttet. Der Dachstuhl und das Mauerwerk türmten sich sieben Meter hoch. Der einzige Bewohner des Gebäudes habe sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht an Ort und Stelle befunden, meldete die Polizei. Um eine Gefährdung zu verhindern, bleibt die nähere Umgebung des Gebäudes bis auf weiteres abgesperrt.

Osttirol war nur über Umwege erreichbar, da beispielsweise die Felbertauernstraße zwischen Mittersill in Salzburg und Matrei in Osttirol aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Hier wie auch auf die Defreggentalstraße war am Samstagabend eine Lawine niedergegangen. Kleinere, örtliche Straßenverbindungen wie etwa in Innervillgraten konnten hingegen am Sonntagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben werden, so die Leitstelle Tirol.

Am Sonntag entspannte sich die Situation in Osttirol leicht. Die massiven Schneefälle haben aufgehört, für den Sonntag und Montag sind keine Niederschläge mehr prognostiziert.

In dieser Region bleibt vorläufig auch bis Montag Stufe 4 und damit große Lawinengefahr aufrecht. Am Samstag waren 60 und mehr Zentimeter Neuschnee gefallen. Abseits gesicherter Pisten sei die Situation für Wintersportler generell "heikel".

129 Feuerwehreinsätze in Kärnten

Auch in Kärnten haben die großen Neuschneemengen die Feuerwehren auf Trab gehalten. Wie der Kärntner Landesfeuerwehrverband am Sonntag mitteilte, wurden von Samstag bis Sonntagvormittag 129 Einsätze von 71 Feuerwehren verzeichnet. Besonders betroffen waren die Bezirke Spittal an der Drau, Villach-Stadt und Villach-Land, Feldkirchen und Klagenfurt-Land.

Vor allem den Bewohnern des Bleiberger Hochtales (Bezirk Villach-Land) machten die Neuschneemengen zu schaffen, hier fielen fast 90 Zentimeter Schnee. Drei Wohnhäuser wurden evakuiert, die Bewohner wurden kurzfristig im örtlichen Kurzentrum untergebracht. 

Quelle: Agenturen