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São Paulo hat eine Impfquote von 104 Prozent

03. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Die brasilianische Metropole São Paulo hat das mathematisch Unmögliche geschafft und mehr als 100 Prozent der Erwachsenen gegen das Coronavirus geimpft.

In São Paulo leben nach einer Schätzung 9.230.227 Menschen, die älter als 18 Jahre alt sind. Laut dem Gesundheitssekretariat der Stadt haben bisher 9.628.888 Personen mindestens eine Impfdosis erhalten. "Diese Zahlen entsprechen 104,3 Prozent für die erste oder einmalige Dosis", hieß es in der Mitteilung.

Als ein Grund für die rekordverdächtige Impfquote wird in der Mitteilung angeführt: Bei der Einwohnerzahl von Südamerikas größter Stadt handle es sich um eine Schätzung, weil die aktuellste Zählung des brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik (IBGE) aus dem Jahr 2010 stamme. Ein weiterer Grund: São Paulo hat auch Bewohner anderer Städte geimpft, die in die Statistik einfließen, wie ein Sprecher des Gesundheitssekretariats der Stadt sagte. Das öffentliche brasilianische Gesundheitssystem SUS ist dezentral angelegt.

580.000 Corona-Tote in Brasilien

Mit dem Coronavirus haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben mehr als 20,5 Millionen Menschen infiziert, über 580.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. In Brasilien leben 210 Millionen Menschen, das Land ist 24 mal so groß wie Deutschland.

Seit Beginn der landesweiten Impfkampagne im Jänner sind nun fast 193 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Allerdings besteht ein großer Abstand zwischen Erst- und Zweitgeimpften, auch in São Paulo: Etwa 64 Prozent der erwachsenen Brasilianer haben eine erste Dosis bekommen, rund 30 Prozent sind vollständig geimpft. Wegen fehlender Impfdosen muss die Impfkampagne immer wieder ausgesetzt werden.

Quelle: Agenturen / apb