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Russischer Raumtransporter muss manuell an ISS andocken

Heute, 08:30 · Lesedauer 1 min

Bei einem Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation (ISS) kommt es nach russischen Angaben zu Schwierigkeiten. Ein unbemannter russischer Raumtransporter müsse wegen eines Antennenproblems manuell an die ISS andocken, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Montag mit. Der russische Kosmonaut Sergej Kud-Swertschkow werde als derzeitiger ISS-Kommandant das Frachtschiff am Dienstag gegen 13.35 Uhr GMT (14.35 Uhr MEZ) per Hand steuern.

Die Kapsel war am Sonntag mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Dabei sei ein Problem mit einer der Antennen des automatischen Andocksystems festgestellt worden. Der US-Raumfahrtbehörde NASA zufolge funktionieren alle anderen Systeme normal. Roskosmos setze die Fehlersuche an der Antenne fort.

Ein manueller Anflug werde von den Raumfahrern im Training regelmäßig geübt, sagte der Leiter des russischen Kosmonauten-Ausbildungszentrums, Oleg Kononenko. Der Frachter hat etwa 2,5 Tonnen Lebensmittel, Wasser, Treibstoff, Sauerstoff und Ausrüstung für die Besatzung an Bord.

Derzeit befinden sich sieben Raumfahrer auf der ISS. Neben Kud-Swertschkow sind dies die Russen Sergej Mikajew und Andrej Fedjajew, die US-Astronauten Christopher Williams, Jessica Meir und Jack Hathaway sowie die Französin Sophie Adenot.

Zusammenfassung
  • Ein russischer Raumtransporter mit rund 2,5 Tonnen Fracht muss wegen eines Antennenproblems manuell an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt werden.
  • Das Andockmanöver übernimmt ISS-Kommandant Sergej Kud-Swertschkow am Dienstag um 13.35 Uhr GMT (14.35 Uhr MEZ), nachdem das automatische System ausgefallen ist.
  • Aktuell sind sieben Raumfahrer auf der ISS, während Roskosmos die Fehlersuche an der Antenne fortsetzt und laut NASA alle anderen Systeme normal funktionieren.